Empfehlungen für den Umgang mit Pubertierenden

Jedes Kind, jede/r Jugendliche ist anders, und jede Eltern-Kind-Beziehung hat ihre Besonderheiten. Auch der Weg ins Erwachsenwerden kann ganz unterschiedlich aussehen, und es gibt kaum allgemein gültige Regeln, wie du am besten damit umgehen kannst. Anregungen und Empfehlungen können aber hilfreich sein, um die Zeit der Pubertät gemeinsam gut zu meistern. Hier eine kleine Auswahl:

Bild: Uwe Grötzner/Fotolia.com

1. Teenager brauchen Lob!
Ein Lob hilft über Hürden hinweg, stärkt das Selbstvertrauen und motiviert. Vorausgesetzt, es ist ehrlich gemeint!

2. Teenager brauchen Zärtlichkeit!
Auch große Kinder sind noch nicht zu groß für Umarmungen und Kuscheln (natürlich nicht in der Öffentlichkeit!). Körperliche Zärtlichkeit hilft, Wut, Kummer, Unsicherheit und Angst zu besiegen, und zwar oft besser als ein noch so tiefschürfendes Gespräch. Liebe und Zärtlichkeit schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl mit der Welt und dem Leben – ein menschliches Grundbedürfnis, egal in welchem Alter!

3. Akzeptieren Sie die Clique Ihres Teenagers!
Gruppen und Cliquen sind wichtig für Pubertierende, um soziale Beziehungen außerhalb des Elternhauses aufzubauen und sich zugehörig zu fühlen. Du hilfst deinem pubertierenden Kind, wenn du akzeptierst, dass hier andere Regeln gelten als unter Erwachsenen. Die Sorge, die Gruppe hätte einen schlechten Einfluss auf dein Kind, ist meist unbegründet. Oft hat sie sogar eine schützende Funktion!

4. Teenager brauchen feste Regeln!
Eine Familie ist ein lebendiger Organismus, der zwar einen Schuss Chaos verträgt, aber auch Strukturen braucht, an die sich alle halten können, und die in Zeiten der Veränderungen Stabilität geben. Regeln und Rituale sind genauso wichtig wie Großzügigkeit, Fantasie und Flexibilität.  

5. Teenager müssen streiten dürfen!
Konflikte gehören zur Pubertät dazu. In diesem Alter können Jugendliche lernen, sie auf eine konstruktive Art und Weise auszutragen und Kompromisse zu finden. Wichtig: den Humor nicht verlieren!

6. Bevormunde deinen Teenager nicht!
Der beste Weg für Kritik, ohne dass sie bevormundend wirkt: ein kurzes, persönliches Statement. Also nicht: “Das tut man nicht. Wie alt bist du eigentlich?”, sondern “Ich mag es nicht, wenn du am Tisch so herumgammelst.”

7. Aufklärung: Nicht nur über Sex, sondern auch über Gefühle reden!
Bei der Aufklärung geht es nicht nur um Verhütung und den Schutz für Aids und Geschlechtskrankheiten. Auch die emotionalen Turbulenzen, die durch erste sexuelle Erfahrungen ausgelöst werden können, sollten ein Thema sein. Versuch immer wieder, behutsam für deinen Teenager da zu sein, wenn er oder sie Fragen hat. Solche Gespräche erfordern Einfühlungsvermögen – elterliche Ratschläge, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, sind bei Jugendlichen wenig willkommen!
Quelle: www.geo.de

Tipp:

Die first love ambulance des AKH Linz berät Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren über Fragen zu Sexualität, Verhütung und erster Beziehung.



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