Wenn die Pollen wieder fliegen….

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….ist für viele Menschen Heuschnupfenzeit. Juckende Augen und eine triefende Nase können die Frühlingslaune ganz schön trüben.
Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, die lästigen Symptome zu lindern.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übersteigert auf eine bestimmte Substanz – das Allergen. Allergien sind im Vormarsch und treten zunehmend bereits bei Kindern auf. Wissenschaftler führen das zum Teil auf eine steigende Umweltbelastung zurück, zum Teil darauf, dass in den ersten Lebensjahren die Hygiene übertrieben wird. Stadtkinder leiden merklich häufiger an Allergien als Kinder, die auf dem Land aufwachsen.

Viele Substanzen können eine allergische Reaktion hervorrufen können, zum Beispiel Hausstaub, Tierhaare, Insektengift, Schimmelpilze, bestimmte Nahrungs- oder Arzneimittel. Sehr häufig tritt eine Pollenallergie, der so genannte Heuschnupfen auf.

Betroffene kennen das: Die Augen tränen und sind verqollen. Das Niesen nimmt kein Ende, die Nase rinnt, Ohren, Mund und Rachen jucken. Oft ist auch Asthma die Folge einer Allergie, mit Symptomen wie Husten, Atemnot, geringer Ausdauer und Engegefühl in der Brust.

Was können Allergiker tun?
Den Kontakt mit Pollen völlig zu vermeiden ist leider unmöglich. Aber diese Tipps können dir helfen, die Belastung zu verringern:

  • Abends duschen und Haare waschen – so kommen die lästigen Allergene nicht mit ins Bett. Außerdem: Vor dem Schlafengehen die Kleidung in einem anderen Zimmer ausziehen.
  • Stadtmenschen sollten morgens lüften und dann die Fenster geschlossen halten.
  • Am besten täglich saugen und kurz über die Möbel wischen. Den Staubsaugerbeutel von einer nicht allergischen Person regelmäßig entleeren lassen.
  • Beim Autofahren Fenster und Lüftung schließen bzw. für die Klimaanlage Pollenfilter verwenden.
  • Zur Hauptflugzeit der Pollen Aktivitäten und besonders Sport im Freien reduzieren.
Tipp:

Informationen und Tipps rund um die Pollenallergie findest du beim Österreichischen Pollenwarndienst. Hier kannst du sogar dein eigenes Pollentagebuch führen und dir ein Pollen App für dein Smartphone downloaden.

 

Gibt es eine Allergie-Therapie?
Eine Möglichkeit, gegen die Allergie anzugehen, ist die so genannte Hyposensibilisierung. Dabei wird in Form von Spritzen oder Tropfen das Immunsystem „trainiert“, bis es sich an die Allergie auslösenden Substanzen gewöhnt hat. Das dauert allerdings oft mehrere Jahre, und es muss genau bekannt sein, auf welche Allergene das Immunsystem überreagiert. Gute Erfolge werden auch mit Akupunktur und mit Homöopathie erzielt. Hier kommt eine Sonderform der Eigenbluttherapie zum Einsatz – aus dem Blut wird ein spezielles Medikament erstellt, das in steigender Dosierung verabreicht wird. Der Vorteil: Es ist nicht notwendig, alle Allergene zuvor zu bestimmen.

Wenn die Symptome sehr schlimm sind, raten Fachleute dazu, sie mit Hilfe von Medikamenten (Antihistaminen, Corticosteroiden, etc.) einzudämmen. Das hilft zwar nicht gegen die Ursachen der Allergie, ExpertInnen sind jedoch der Meinung, dass die angegriffenen Schleimhäute zu zusätzlichen Allergien führen können und dass das Risiko, an Asthma zu erkranken, zu groß ist, um einen „Heuschnupfen“ auf die leichte Schulter zu nehmen. 



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