Freiwilliges Umweltjahr für junge Menschen

Foto: jugendumwelt.at

Arbeiten und Workshops - das vereint das Freiwillige Umweltjahr für junge Menschen bis 30 Jahre. Foto: jugendumwelt.at

Matura bestanden – was jetzt? Studium geschafft – und wie geht's jetzt weiter? Oftmals sind junge Menschen nach einem großen schulischen Abschluss ein bisschen ratlos. Für diesen Fall ist das Freiwillige Umweltjahr eine tolle Möglichkeit, sich zu orientieren, praktische Berufserfahrungen zu sammeln und wichtige Kompetenzen zu erwerben. Natürlich ist Voraussetzung, dass man sich für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen interessiert, denn die jungen Menschen sind beim Freiwilligen Umweltjahr in Bereichen wie Umweltschutz und Umweltbildung, Natur- und Artenschutz, ökologische Landwirtschaft, Tierschutz, Entwicklungszusammenarbeit sowie erneuerbare Energien tätig. Geschäftsführerin der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP Claudia Kinzl: „Die Freiwilligen sind zwischen 17 und 30 Jahren alt und kommen meist nach Matura bzw. Studium zu uns - wir achten natürlich darauf, dass die Gruppe zusammenpasst.“ Denn die jungen Menschen arbeiten in dieser Zeit nicht nur in Organisationen wie zum Beispiel beim Klimabündnis, Birdlife, proHOLZ, Bio Austria oder in einem National- bzw. Naturpark, sondern absolvieren parallel dazu den „FUJ-Lehrgang“. Dieser umfasst die Schwerpunkte Berufsorientierung, Umwelt- und Persönlichkeitsbildung sowie Projektmanagement. Kinzl: „Für die 20 Seminartage, an denen die FUJler freigestellt sind, haben wir spannende Workshops und Exkursionen zu grünen Berufsfeldern zusammengestellt.“ Die FUJler führen zusätzlich ein eigenes Umweltprojekt durch, bei dem sie von Fachreferenten betreut werden. Wichtig ist JUMP auch der „bottom up“-Gedanke. „Das bedeutet, dass du als Lehrgangsteilnehmer aktiv Inhalte und Themen mitgestalten kannst“, erläutert Kinzl. Die Absolvierung des Lehrgangs bringt 8 ECTS-Punkte, die zum Beispiel an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik angerechnet werden können. Das Freiwillige Umweltjahr ist ein Projekt der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP mit Sitz in Wien. Die Plattform ist der einzige Freiwilligendienst im Umweltbereich in Österreich. Es gibt die Möglichkeit, im Inland bei mehr als 40 verschiedenen Einsatzstellen mitzuarbeiten. Wen es ins Ausland zieht, der hat auf www.freiwilligenweb.at eine gute Recherche-Möglichkeit. Jungen Männern wird das Freiwillige Umweltjahr als Zivildienstersatz angerechnet. Wie schauen nun genau die Arbeitsbedingungen aus? „Während des Freiwilligendienstes sind die Teilnehmer 34 Stunden pro Woche für die Organisation tätig. Dienstgeber ist während dieser Zeit JUMP“, erklärt Kinzl. „Die jungen Menschen erhälten während ihres Einsatzes Familienbeihilfe, Taschengeld (200-425 Euro/Monat), außerdem wird für Unterkunft, Verpflegung und die Jugendnetzfahrkarte für ihr Bundesland gesorgt.“ Die Jugendlichen sind während der Dauer ihres Einsatzes unfall-, kranken-, pensions- und haftpflichtversichert. Gefördert wird das Freiwillige Umweltjahr vom Bundesland, aus dem man kommt, sowie vom Bundesland, in dem man eingesetzt wird. Hilfreiche Websites:
  • jugendumwelt.at
  • fuj.at
  • freiwilligenweb.at: Sehr informative und ausführliche Seite über sämtliche Möglichkeiten der Freiwilligendienste im In- und Ausland
  • jugendportal.at: Infos über Freiwilligendienste, aber auch viele andere relevante Infos für Jugendliche

Daniela Christl



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