Experimente zum gemeinsamen Ausprobieren

Da es im Herbst kalt draußen ist und du deswegen nicht mehr so viel im Freien spielen kannst, habe ich tolle Experimente für dich zum Nachmachen um dir die Zeit im Haus zu vertreiben. Du probierst bereits fast täglich einige Experimente aus, indem du verschiedene Dinge zusammen mischt. Jedoch ist es dir meist nicht bewusst, dass dies gerade ein Experiment ist.

 

Mixen (Maisstärke- Wasser Experiment)

Das Zusammenmischen einiger verschiedener Dinge funktioniert recht gut, wie beispielsweise das Auflösen von Zucker in heißem Tee. Andere Dinge jedoch kannst du gar nicht oder kaum zusammenmischen.

In diesem Experiment wirst du etwas sehr Spannendes entdecken. Um dein Gewand nicht zu beschädigen, zieh dir eine Schürze an.

 

Du benötigst:

–         Maisstärke (Maizena)

–         Schüssel

–         Wasser

–         Evt. etwas Lebensmittelfarbe

 

So geht’s:

  1. Gib 2 Becher Maisstärke in eine Schüssel und füge anschließend einen ¾ Becher Wasser hinzu. Du kannst auch etwas Lebensmittelfarbe hinzufügen, damit das Ganze etwas bunter wird.
2. Knete nun Wasser, Maisstärke und Lebensmittelfarbe für einige Minuten.
3. Versuche einen Ball aus deiner Mischung zu formen. Was passiert, wenn du aufhörst die Masse in deiner Hand zu rollen? 
4. Solange du das Wasser-Maisstärke-Gemisch unter Druck rollst, ist es ziemlich fest. Hörst du auf zu rollen, rinnt es euch durch die Finger zurück in die Schüssel.

 

Warum ist das so?

Das Maisstärke-Wasser Gemisch ist eine so genannte nicht-newtonsche Flüssigkeit. Dieser Begriff geht auf Isaac Newton, einen bedeutenden Physiker zurück. Nicht-newtonsche Flüssigkeiten verhalten sich anders als Wasser und die meisten anderen Flüssigkeiten, die man newtonsche Flüssigkeiten nennt.

Der Unterschied lässt sich dann erkennen, wenn Druck auf die Flüssigkeiten ausgeübt wird: zum Beispiel beim Faustschlag ins Wasser. Das Wasser bleibt immer gleich flüssig und spritzt nach allen Seiten weg, weil der Druck es verdrängt. Das Wasser hat also immer die gleiche Viskosität. Die Viskosität beschreibt wie zähflüssig eine Flüssigkeit ist.

Bei den nicht-newtonschen Flüssigkeiten ändert sich eben diese Viskosität, je nachdem ob Druck auf die Flüssigkeit ausgeübt wird. Beim Maisstärke-Wasser-Gemisch steigt die Viskosität unter Druck. Das führt dazu, dass das Gemisch umso zähflüssiger wird, je mehr ihr drückt.

 

 

Schäumendes Monster

Für dieses Experiment ist es wichtig, dass du dich über ein Waschbecken oder ein Abtropfbecken hältst.

 

Du benötigst:

–         Etwas grünes Tonpapier

–         Eine leere Plastikflasche (0,5 l)

–         Essig

–         Geschirrspülmittel

–         Backpulver

 

So geht’s:

 

  Zeichne dir zuerst auf einem grünen Tonpapier den Schwanz, die Beine, die Arme und die Augen deines Monsters auf. Du kannst dabei deiner Kreativität freien Lauf lassen.
  Schneide anschließend alles aus und klebe es auf deine leere Plastikflasche.
Fülle nun die halbe Flasche mit Essig und gib gleich etwas Geschirrspülmittel hinzu.
Gib nun langsam etwas Backpulver hinzu und du wirst sehen, dass dein Monster zu schäumen beginnt.

 

Warum ist das so?

Kurz gesagt läuft in der Flasche eine chemische Reaktion zwischen Backpulver und Säure ab. Dabei entsteht ein Gas, und weil das Gas ziemlich plötzlich mitten in dem Geschirrspülmittel frei wird, fängt dieses an zu sprudeln und zu schäumen.

Chemisch gesehen geschieht folgendes: Natron ist ein Stoff mit der chemischen Bezeichnung Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3). Auch Backpulver enthält Natron. Wenn man Natron mit Essigsäure (chemisch CH3COOH) mischt, reagiert der Hydrogencarbonat-Teil (HCO3-) des Natrons mit dem „Säureteil“ des Essigs (also mit dem H+-Ion) und bildet dabei das Gas Kohlenstoffdioxid (CO2): 

Das entstehende CO2 ist gasförmig und sucht sich durch die Seifenlösung einen Weg nach oben.

 

 

Teebeutel steigen lassen

Das folgende Experiment eignet sich hervorragend zum Wetten: “Wetten, ich kann einen Teebeutel dazu bringen, ganz von alleine hoch und immer höher in die Luft zu steigen – ohne Werfen, Fäden und andere Hilfsmittel?” Wie das geht? Ganz einfach: Lies die folgende Versuchsanleitung.

 

Du benötigst:

–         Teebeutel

–         Teller

–         Schere

–         Steichhölzer

–         Einen Erwachsenen

 

So geht’s:

 

  Schneide den Teebeutel oben knapp unterhalb der Klammer ab, klappe ihn auf und schüttet den losen Tee aus. Wenn man den Teebeutel dann ausstülpt, hast du eine kleine Röhre. Stell diese Röhre aufrecht auf den Teller.
Jetzt ist es Zeit einen Erwachsenen zu bitten den Teebeutel mithilfe der Streichhölzer anzuzünden. 
Nun kannst du beobachten, wie der Teebeutel langsam runter brennt und bei einem bestimmten Punkt in die Luft fliegt. Es bleibt nur ein kleines Aschestäubchen zurück.

 

Warum ist das so?

Das Feuer des brennenden Teebeutels erwärmt die Luft. Da heiße Luft leichter ist als kalte, steigt sie nach oben. Irgendwann ist der Teebeutel so leicht geworden, dass die heiße Luft ihn mit in die Höhe nimmt. Je mehr verbrennt, desto leichter wird der Teebeutel, und desto höher steigt er. Ist das Feuer aus, erkaltet die Luft wieder und der Ascherest segelt zurück auf den Boden.

 

Anna Kaufmann



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