Von Park zu Park in Linz

Eine Stadtwanderung durch die Linzer Grünoasen

Info:

Wo geht´s lang: Hauptbahnhof – Volksgarten – Landstraße – Landhauspark – Schlossberg-Park – Römerberg – Freinberg – Botanischer Garten – Bauernberg – Bergschlössl-Park – Hauptbahnhof; ca. 8km, ca. 3-4 Stunden Gehzeit, ca. 150 Höhenmeter; geeignet für Kinder ab 4 Jahren.

Das gibt es zu erleben: viele Kinderspielplätze, viele Grünflächen zum Herumtollen, Schlossmuseum mit auch für Kinder interessanten Ausstellungen, Aussichtswarte, alte Kanone, Botanischer Garten mit vielen Pflanzen zum Kennenlernen.

Einkehrtipp: Restaurant im Schlossmuseum mit herrlicher Aussicht über Linz, Café im Botanischen Garten mit leckeren Mehlspeisen und selbstgemachtem Eis.

Linz ist grüner, als viele glauben. Etwa die Hälfte der Stadtfläche besteht aus Grünflächen wie Parks, Stadtwälder, Wiesen oder Gärten. Selbst im Stadtzentrum können wir uns großteils im Grünen aufhalten, wie bei dieser kleinen Stadtwanderung.

 


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Park mit Steinfigur

Bergschlössel-Park, Bild: Marco Vanek

Wir beginnen unsere Tour beim Hauptbahnhof und gehen Richtung neues Musiktheater beim Volksgarten. Im Westteil des Gartens befindet sich seit Jahrzehnten ein Kinderspielplatz. Vor einigen Jahren wurde dieser neu gestaltet und mit neuen Geräten ausgestattet. Für Kinder besonders cool sind die vielfältigen Klettermöglichkeiten.

Spielpause

Nach der kurzen Spielpause gehen wir weiter auf der Landstraße zum Landhaus. Seit den Bauarbeiten zur neuen Landhaustiefgarage wirkt dieser Park etwas kahl und wenig attraktiv zum Herumtollen. Daher geht es gleich weiter zur Schlossbergstiege. Auf etwa halbem Weg gibt es in einer kleinen Nische eine nette, rosenumrankte Sitzmöglichkeiten. Von dort gibt es bereits einen ersten Ausblick aufs Linzer Stadtzentrum. Noch besser wird der Ausblick, wenn wir direkt oben beim Schloss angelangt sind.

Tipp: Schlossmuseum des Landes OÖ
Im Landesmuseum gibt es Dauerausstellungen und wechselnde Themenausstellungen. Anlässlich des Europäischen Kulturhauptstadtjahres hat das Land Oberösterreich das Schlossmuseum restauriert und auch die Dauerausstellung über die Natur- und Erdkunde in Oberösterreich komplett neu ausgerichtet. Besonders für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren gibt es vieles zu entdecken, anzugreifen und herumzuforschen.

Blick auf die Donau

Kind geht Richtung Kirche

Martinskirche, Bild: Marco Vanek

Bevor wir das Schloss verlassen, gehen wir gehen noch zur Aussichtsterrasse. Von dort haben wir einen wunderschönen Tiefblick zur Donau und einen weiten Ausblick hinüber nach Urfahr sowie auf den Pöstlingberg. Wir gehen nun durch den Schlosspark, vorbei bei der Martinskirche, dem ältesten noch erhaltenen Kirchenbau von Linz. Wir gehen weiter hinauf auf den Römerberg, immer wieder kommen wir vorbei bei einladend gestalteten Vorgärten.

Kaiser und Kanone
Nun erreichen wir den Fuß des Freinbergs mit seiner weitreichenden Parkanlage, die zum Herumtollen einlädt. Dort befindet sich auch die Barbarakapelle mit einer Kanone aus den Napoleonischen Kriegen. Etwas weiter oben steht seit mehr als hundert Jahren die Franz-Josefs-Warte, die anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz-Josef errichtet wurde. Sie ist auch die meiste Zeit über geöffnet. Wir gehen über die mehr als hundert Stufen hinauf zur Aussichtsplattform. Von dort aus gibt es wieder einen schönen Blick über Linz und die benachbarten Gemeinden.

Minigolf noch immer in Mode
In der Nähe der Warte, etwas versteckt, befindet sich ein kleiner Spielplatz, der bereits ziemlich veraltet ist, mit wenig attraktiven Spielgeräten. Deshalb setzen wir unseren Rundweg fort. Zunächst kommen wir bei der großen Sendeanlage am Freinberg vorbei. Nach etwa 300m erreichen wir einen kleinen Minigolfplatz. Links daneben führt ein Schotterweg hinunter Richtung Gugl, wo das renovierte Fußballstadion steht. Schließlich stoßen wir auf die Außenmauern des Botanischen Gartens.

Tipp: Botanischer Garten
Der Botanische Garten ist vor allem im Frühjahr einen Besuch wert. Es gibt zwar nur ganz wenige Spielflächen für Kinder, aber besonders viel zu bestaunen. So können im Juni tausende blühende Rosen beschnuppert werden. In einem Wasserbecken leben Wasserschildkröten. Besonders leckere Mehlspeisen und viele Eissorten gibt es im Gartencafé, das sich gleich beim Eingang zum Garten befindet. Dieses kann auch besucht werden, wenn man nicht in den Garten möchte.

Alles über den Botanischen Garten

Kind springt über Steine am Linzer Römerberg

Römerberg, Bild: Marco Vanek

Auf unserer Schlussetappe biegen wir nun auf halber Höhe des Gartengeländes rechts ab und gehen zum Bauernberg. Diese große Parkanlage war vor hundert Jahren noch landwirtschaftliches Gebiet und steht seit den 20er Jahren im Besitz der Stadt Linz. Dort befindet sich auch ein kleiner Kinderspielplatz.

Ohne dass wir es bemerken, geht der Bauernberg-Park über in den Park der Landwirtschaftskammer. Am letzten Stück Richtung Hauptbahnhof kommen wir noch einmal durch eine Grünoase, dem alten Renaissancegarten des Bergschlössels. Seit den 90er Jahren ist auch dieser Park im Besitz der Stadt Linz, die ihn sorgfältig pflegt. Wir gehen durch dichte Baumbestände hinunter zur Waldeggstraße, können diese bei einer Ampelkreuzung queren und kommen dann direkt in den Bahnhofspark. Seit dem Neubau des Bahnhofareals wirkt diese Grünfläche etwas schütter und nur wenig einladend.



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