Essen für zwei? Lieber doppelt gesund!

Dass frau mit Baby im Bauch doppelt so viel essen sollte wie unter normalen Umständen ist längst überholt. Gesund und ausgewogen sollte die Ernährung sein – und der Schwangeren schmecken. Dann bekommt das Baby alles, was es braucht. 

Schwangere Frau mit einem Apfel in der Hand

Bild: detailblick/Fotolia.com

Stoffwechselveränderungen und hormonelles Durcheinander führen oft zu seltsamen Gelüsten und Heißhungerattacken (siehe auch Erste Anzeichen der Schwangerschaft). Der Energiebedarf steigt allerdings erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel deutlich an – aber auch dann nicht um mehr als 300 kcal täglich. 

Grundsätzlich ist in der Schwangerschaft (fast) alles erlaubt, was schmeckt. Ausgewogene und gesunde Ernährung sind jetzt besonders wichtig – und Diäten sind selbstverständlich tabu. Viele Frauen machen sich Sorgen um ihre Figur, und es ist durchaus ratsam, die Gewichtszunahme ein wenig im Auge zu behalten. Im Vordergrund steht aber das Wohlbefinden von Mutter und Kind. 

Öfter, dafür weniger
Gerade bei Schwangerschaftsübelkeit und Sodbrennen (zwei der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden) sind kleinere, dafür häufigere Mahlzeiten empfehlenswert. Das beugt auch Heißhungerattacken vor, weil dann der Blutzuckerspiegel nicht rasant abfallen kann.

Viel trinken – und das richtige
Der Flüssigkeitsbedarf ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht. Das Baby braucht die Flüssigkeit für Stoffwechselprozesse, zur Nährstoffaufnahme und für den eigenen Kreislauf. Bei der Mutter sind Blutvolumen und Flüssigkeitsverbrauch im Stoffwechselkreislauf vergrößert. Ausreichendes Trinken (zwei bis drei Liter am Tag) beugt Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungseinbrüche und Schwächeanfälle vor. Optimal sind stille Mineralwasser (zu stark kohlensäurehaltige können zu Sodbrennen führen), milde Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte.

Eisen, Folsäure, Jod und Kalzium
Der Bedarf an Eisen ist während der Schwangerschaft stark erhöht. Für die Ernährung sind daher rotes Fleisch, Getreide und verschiedene Hülsenfrüchte anzuraten. Kaffee und Tee verhindern hingegen die Aufnahme von Eisen. Wird bei der ärztlichen Blutuntersuchung ein Eisenmangel festgestellt, verschreibt der Arzt/die Ärztin ein zuätzliches Eisenpräparat. Auch Folsäure (Vitamin B9) gibt es auf Rezept – am besten schon bei Kinderwunsch, also vor Beginn der Schwangerschaft einnehmen – denn Folsäure ist besonders wichtig für die Entwicklung des Nervensystems. Um Jodmangel vorzubeugen, sollte regelmäßig Fisch auf dem Speiseplan stehen, und um das Baby mit ausreichend Kalzium zu versorgen, sollten auch Milchprodukte nicht fehlen.



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