Wie Kinder eine Trennung verkraften

So hart eine Trennung für Eltern ist, Kinder sind davon meist noch mehr betroffen.

Ihre Lebensumstände verändert sich radikal. Dabei fehlt ihnen oft der Halt und ein Umfeld, in dem sie ihre eigenen Ängste loswerden können. 

Mutter sitzt mit Tochter auf der Wiese

Bild: Helene Souza/pixelio.de

 

Bei einer Trennung verlieren Kinder von einem Tag auf den anderen ihre vertrauten Strukturen und sie müssen sich an ein neues Leben gewöhnen. Plötzlich haben sie zwei Zuhause, einen Elternteil sehen sie nur noch sehr begrenzt und zu festgelegten Zeiten, und irgendwann kommt vielleicht ein „neuer Papa“ oder eine „neue Mama“ hinzu. Die wenigsten Kinder sind von diesem Wandel nicht betroffen. Sie fühlen sich alleine, missverstanden und hilflos, da sie an der Situation nichts ändern können.

Die Auswirkung dieser inneren Konflikte und Ängste, mit denen die Kinder konfrontiert sind, zeigt sich oftmals in der Schule oder im Verhalten der Kinder. Sie sind unkonzentriert, ihre Leistung fällt ab und oft werden sie häufiger krank – ein Zeichen, dass sie eigentlich nur Mama und Papa gemeinsam an ihrem Bett stehen sehen wollen. Manche ziehen sich zurück, andere werden aggressiv.

Kinder brauchen Beistand.
In dieser Phase brauchen Kinder Beistand. Für Eltern kann das schwer zu erkennen sein, da sie selbst mit ihrem Trennungsschmerz beschäftigt sind. Es ist allerdings sehr wichtig, den Kindern bewusst zu machen, dass sie nicht Schuld an der Trennung haben. Eltern sollten mit dem Kind sprechen und ihm verständlich und altersgerecht beibringen, wieso sie sich trennen. Kindern hilft es dabei, wenn ihnen vermittelt wird, wie der Alltag nach der Trennung aussehen wird und was gleich bleiben wird. So wird ihnen die Angst genommen. 

Gespräche sind tröstlich.
Für Kinder gibt es auch Gesprächsgruppen, in denen sie mit Gleichaltrigen über ihre Situation und ihre Gefühle sprechen können. So erleben sie, dass sie nicht alleine sind. Eines dieser Angebote ist „Rainbows“ Über einen Zeitraum von 4 bis 5 Monaten werden Kleingruppen von 4 bis 6 Kindern oder Jugendlichen dabei unterstützt, mit ihrer neuen Situation besser zurecht zu kommen. Die Kinder sollen in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, so dass gemeinsam mit ihnen Zukunftsperspektiven entwickelt werden können.

Das Angebot gilt für Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren und kostet 215 Euro für 14 Gruppentreffen und drei Elterngespräche.
Mehr Informationen über Rainbows gibt es auf www.rainbows.at.



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