Wie Vorschul-Kinder spielerisch ein Zeitbewusstsein bekommen

Eine Uhr ist für Kinder sehr abstrakt. Spielerisch können sie aber dennoch den Zeitbegriff lernen. (Foto: momosu/pixelio.de)

Eine Uhr ist für Kinder sehr abstrakt. Spielerisch können sie aber dennoch den Zeitbegriff lernen. (Foto: momosu/pixelio.de)

Uhren umgeben uns allgegenwärtig. Sei es am Kirchturm, am Handgelenk oder am Handy – Zeit sieht man in der Regel auf einen Blick. Wie wir Zeit darstellen, ist für Vorschul- und Volksschul-Kinder jedoch sehr abstrakt. Spielerisch und bildhaft können Eltern ihren Sprösslingen den Zeitbegriff vermitteln.

Tabellarische Kalender und konventionelle Uhren sind viel zu schematisch, um bei Kindern Interesse zu wecken. Suchen Eltern nach kindgerechtem Material, um zu erklären, wann „übergestern“ ist, werden sie oft nicht fündig. Kinder brauchen Bilder und Gegenstände, die sie ansehen und anfassen können, damit ihnen die zeitlichen Konzepte im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ werden.

Zeitbegriffe sinnlich erfahrbar zu machen, heißt die Devise. Das bedeutet, dass Zeitabschnitte, für die sich Kinder interessieren, beispielsweise als unterschiedlich lange räumliche Strecken dargestellt werden. So können die Kinder die Strecke einer Woche mit einem Spielzeugauto abfahren. Auch mit Hilfe eines gezeichneten Sonnensystem können ein Kalenderjahr verständlich und gleichzeitig die Zusammenhänge der Natur veranschaulicht werden: Ein Kind kann eigenhändig die Erde einmal um die Sonne kreisen lassen, um so ein ganzes Jahr zwischen zwei Geburtstagen zu erfahren.

Für viele Kinder ist der Geburtstag ein zentrales Ereignis des Jahres. Eltern können so mit ihren Kindern ein Jahreszeiten-Häuschen bauen; besonders gut funktioniert dies bei mehreren Kindern. Jedes Kind kann dann mittels Foto, einer Zeichnung von sich selbst oder einer Figur in sein Jahreszeiten-Häuschen ziehen. Durch dieses Ritual lernen Kinder pragmatische Aspekte des Jahresverlaufes, wie etwa in welcher Jahreszeit sie selbst Geburtstag haben oder wie lange der eigene Geburtstag schon her ist.

Mittels einer ballförmigen Erde und einer Sonne können Kinder so auch verstehen, wie ein Tag zustande kommt und dass die Sonne in Wahrheit gar nicht untergeht. Denn Naturwissenschaft muss nicht immer trocken und langweilig sein – auch wenn der Begriff “Wissenschaft” alleine schon oft unsere Augen zufallen lässt.

Wer Spiele oder Utensilien sucht, um Kindern spielerisch Zeit zu vermitteln, wird im Atelier Lila fündig. Das Atelier stellt Holzspielzeug her, die sich ganz um das Thema Zeit drehen.

 

Manuela Hoflehner



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