Hausaufgaben: Mit der richtigen Motivation geht vieles leichter!

Motiviert für die Hausübung

Bild: Ingo Bartussek - Fotolia.com

Hausaufgaben sind ein Dauerbrenner-Thema in vielen Familien, und oft genug Grund für täglichen Frust, Streit und Ärger. Hier erfährst du, wie du durch gezieltes Lob und andere Strategien die Motivation langfristig steigern kannst. 

Gezieltes Lob
Überlege zuerst, welches Verhalten deines Kindes du fördern möchtest.  Dann drücke deine Anerkennung so genau und konkret wie möglich aus:  "Ich finde es super, dass du die ersten beiden Übungen ohne Hilfe geschafft hast!" bringt mehr als ein pauschales "Super gemacht!" Auch unerwünschte Verhaltensweisen wie Wutanfälle während der Hausübungen etc. lassen sich durch gezieltes Loben viel leichter reduzieren als mit Schimpfen und Strafen. Das heißt, du lobst das Kind in möglichst vielen Situationen für das Ausbleiben des unerwünschten Verhaltens, zum Beispiel: "Toll, dass du so ruhig geblieben bist!" Lobe häufig und möglichst zeitnah an dem erwünschten Verhalten, damit das Kind den Zusammenhang erkennen kann. 

Tipps zum Thema Loben findest du hier

Sinn vermitteln und im Alltag vorleben
Wenn das in der Schule Gelernte so gar nichts mit der Lebenswelt deines Kindes zu tun hat, ist es kein Wunder, dass die Bereitschaft, sich anzustrengen, praktisch gleich Null ist. Du trägst zur Motivation bei, indem du vorlebst, wozu man all das im Leben brauchen kann. Zeige deinem Kind, dass Lesen wertvoll ist, in welchen Situationen es sich auszahlt, gut rechnen oder eine Fremdsprache sprechen zu können, zum Beispiel beim Tanken, Einkaufen, im Urlaub oder im Restaurant.

Vertrauen und Erfolgserlebnisse
Zeig deinem Kind, dass du seine Bemühungen und Entwicklungsschritte siehst und anerkennst. Vermittle ihm, dass du an seine Fähigkeiten glaubst und dass du bei Misserfolgen zu ihm stehst. 

Vorsicht mit Belohnungen! 
Schulkinder für gut gemachte Hausaufgaben oder für gute Noten mit Punktesystemen, Geld oder Geschenken zu belohnen sehen Expert/innen eher kritisch. Erstens lassen sie sich schwer wieder "abstellen", zweitens führen sie oft dazu, dass Kindern nur noch dann etwas tun wollen, wenn sie etwas dafür bekommen - und die intrinsische Motivation, der Spaß und die Neugier gehen verloren. 
Mehr zum Thema Belohnungen kannst du hier nachlesen. 

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