Eltern und LehrerInnen – eine nicht immer einfache Beziehung

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und LehrerInnen ist wichtig für den Schulerfolg unserer Kinder und dafür, dass sie Schule nicht als hauptsächlich konfliktreich und bestenfalls notwendiges Übel erfahren. Probleme mit LehrerInnen sind oft einfach die Folge mangelnder Kommunikation oder zu hoher Erwartungen.

Bild: Zlatko/Fotolia.com

LehrerInnen sind auch Menschen. Sie haben ihr eigenes Privatleben, ihre individuellen Persönlichkeitsmerkmale, ihre Launen, ihre Stärken und Schwächen. Oft werden sie von SchülerInnen und Eltern aber nicht so wahrgenommen, sondern sind häufig Zielscheibe von Vorwürfen und Klagen.

Selbstverständlich gibt es auch berechtigte Kritik und es macht Sinn, das Verhalten und die pädagogischen Konzepte des Lehrers oder der Lehrerin zu hinterfragen. Zunächst aber ist es wichtig, die eigenen Haltungen und Erwartungen zu reflektieren. Sind es vielleicht Erinnerungen an eigene, unangenehme Schulerfahrungen, die dein Bild von „den LehrerInnen“ prägen? Oder sind deine Erwartungen an das, was Lehrkräfte für dein Kind leisten können, zu hoch gegriffen?

Lass dich auf keinen Fall zu allgemeinen Angriffen hinreißen, schon gar nicht in Gegenwart deines Kindes. Versuch, die Situation möglichst neutral und emotionslos zu beurteilen, Informationen einzuholen und in jedem Fall als ersten Schritt das Gespräch mit dem Lehrer bzw. der Lehrerin zu suchen, wenn es zu Konflikten kommt. Oft sind es einfach nur Missverständnisse und fehlende Kommunikation, die einen Konflikt entfachen. In dem Fall lassen sich die Meinungsverschiedenheiten oft schnell aus dem Weg räumen.

Sachlich, bitte
Beim Gespräch mit der Lehrkraft sollten Vorwürfe und Anschuldigungen kein Thema sein. Bring deine Kritik, deine Sorgen und Bedenken möglichst sachlich vor. Schließlich geht es darum, miteinander zu einer guten Lösung zu kommen und nicht darum, wer Recht hat.

Kontakt halten
Hilfreich ist es auf jeden Fall, auch ohne Konflikte in Kontakt mit den LehrerInnen deines Kindes zu bleiben und Elternsprechtage zu nutzen. So besteht im Konfliktfall bereits eine tragfähige Gesprächsbasis, die vieles leichter macht.

Nicht aufgeben
Auch wenn sich Probleme nicht sofort lösen lassen, heißt es: dranbleiben und nicht sofort die Flinte ins Korn werden. Gerade bei Schulschwierigkeiten machen sich eine gesunde Portion Hartnäckigkeit und ein langer Atem oft bezahlt.

Tipp:

Bei schwerwiegenden Konflikten und wenn ein direktes Gespräch mit der Lehrkraft nichts gefruchtet hat, kannst du dich an die Schulleitung, den/die VertrauenslehrerIn oder den/die SchulpsychologIn wenden.

Schulpsychologie und Bildungsberatung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur: http://www.schulpsychologie.at



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