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10.12. Soziale Wärme schenken

Foto: Adobe Stock/chuugo

In der Adventszeit möchte man sich oft auch für sozial Bedürftige einsetzen. Eltern wollen ihren Kindern vorleben, dass es für die Gesellschaft wichtig ist, Schwächeren zu helfen. Hilfsorganisation wissen, welche Art der Hilfe sinnvoll ist und wo man etwas tun kann. Um die Weihnachtszeit herum erleben viele soziale Einrichtungen dasselbe: Menschen möchten sich engagieren, Essen an Obdachlose ausschenken und Familien helfen, die ein schwerer Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen hat. Nicht von ungefähr gibt es im Advent viele Spendenaktionen – und zahlreiche Anfragen, vor oder am 24. Dezember selbst mit anzupacken. Damit der soziale Eifer nicht in “gewollt und nicht gekonnt” endet, sollte man wissen: Gerade wenn Menschen viel Zeit brauchen, um Vertrauen zu jemand Fremdes zu fassen, kann es daher in Frust enden, wenn man sich einmalig wo engagieren will.  Das soll jedoch nicht davon abhalten, sich zu überlegen, wo Hilfe nicht nur gebraucht, sondern auch sinnvoll ist. Hat man eine bestimmte Einrichtung im Auge, ist am besten: anrufen und nachfragen, was benötigt wird und erwünscht ist. “Kekse, Kuchen und heiße Suppen sind bei uns immer gern gesehen”, meint Michaela Haunold vom HelpMobil der Caritas. Das HelpMobil bietet Menschen ohne Sozialversicherung eine ärztliche Untersuchung auf der Straße an und fährt wöchentlich verschiedene Plätze in Linz an. “Oder wenn jemand eine Adventsfeier im Krisenwohnen [1] organisieren möchte – hier kommen Menschen unter, die akut ihre Wohnung verloren haben – freuen wir uns auch darüber.” Einige Ideen für Möglichkeiten des sozialen Engagements: Soziales Engagement kann man den eigenen Kindern auf vielfältige Art und Weise vorleben. Zu Weihnachten kann man bewusst eine Einrichtung unterstützen – doch durch's Jahr hindurch erleben Kinder stets, wie sich ihre Eltern gegenüber Schwächeren verhalten. Sei es, ob sie einer älteren Nachbarin einen Einkauf mitbringen, wie sie sich BettlerInnen gegenüber verhalten oder wenn sie wirklich regelmäßig einige Stunden ehrenamtlich wo mitarbeiten: Alles prägt – und lebt in der Vorbildwirkung weiter.  

Manuela Hoflehner