Werde KlimaagentIn! „Anziehender“ Klimaschutz

Es muss nicht immer das neueste Markenleiberl sein!

Deine Kleidung soll dir gefallen und natürlich gut passen. Aber auch dabei kannst du viel zum Klimaschutz beitragen. Denn bei der Herstellung von Kleidung wird z.B. einiges an Wasser verbraucht. Wenn du deine Sachen gebraucht kaufst oder deine alten Sachen spendest oder verkaufst, spart das also sehr viel Wasser. Und Geld sparst du natürlich auch. Du wirst es nicht glauben, aber z.B. für ein Paar Lederhandschuhe werden 8000 Liter Wasser verbraucht, für eine Jeans 5400 Liter und für ein Baumwoll-T-Shirt 4100 Liter. Das sind ungefähr 34 Vollbäder in deiner Badewanne zuhause. Wenn dein neues T-Shirt aus Bio-Baumwolle ist, musst du dir wegen des Wassers, das bei der Herstellung verbraucht wurde, und seiner Umweltverträglichkeit etwas weniger Sorgen machen. Denn beim Anbau wurde auf Pestizide (= chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) verzichtet. Somit wurde weniger Wasser verschmutzt und dadurch unbrauchbar gemacht. Das schützt auch Menschen, Tiere und Pflanzen in den Gegenden, aus denen die Fasern für dein Leiberl herkommen. Trag deine alten Pullis zuhause! Die gesündeste Raumtemperatur liegt zwischen 19 bis 20 Grad. Miss doch einmal bei dir zuhause nach, wie warm es ist – vermutlich wärmer! Wenn du Energie sparen willst, zieh dich auch zuhause warm an, und dreh die Heizung etwas runter. Eine gute Weiterverwendung übrigens für deine alten Pullis, die dir nicht mehr sooo gefallen oder ein Loch haben. Das ist auch viel kuscheliger!  Weißt du eigentlich, dass in deiner Kleidung vermutlich eine ordentliche Menge an Plastik zu finden ist? Viele Kleidungsstücke werden aus Kunstfasern hergestellt, die nichts anderes als Plastik sind, zum Beispiel Nylon, Elasthan und Polyester. Bei jeder Wäsche verlieren solche Klamotten unzählige winzige Fasern, sogenannte Mikrofasern, die durch den Abfluss direkt ins Meer geschwemmt werden. Kunstfellkrägen und Pailletten bestehen aus Plastik und sehr häufig Sporttrikots, Funktionsshirts, Sportsocken und Windjacken. Schau also immer genau ins eingenähte Etikett, das dir verrät, welche Materialien verwendet wurden.  Greif lieber zu Naturfasern wie Wolle, Baumwolle, Hanf, Seide oder Bambus. Am besten überlegst du dir überhaupt sehr genau, was du wirklich brauchst. Denn: Kleidungsstücke werden im Durchschnitt oft nur sieben Mal getragen und dann entsorgt. Jeder Mensch hat durchschnittlich 57 ungetragene Kleidungsstücke im Kasten! Kunstfasern sind nicht biologisch abbaubar, sie verschwinden nie wieder.  Such dir was aus:
  • Stopfe ein Loch in deiner Kleidung mit Nadel und Faden. Das ist gar nicht so schwer und es gibt ja auch lustige Aufnäher, die deine alten Klamotten vielleicht sogar aufpimpen.
  • Du kannst ein T-Shirt, das dir zu langweilig geworden ist, bemalen oder batiken.
  • Miste deinen Kleiderschrank aus – was ist kaputt, zu klein, gefällt dir nicht mehr oder war einfach ein Fehlkauf? Mach einen Haufen, den du ausbessern oder aufpimpen kannst. Einen, den du an Freunde verschenken kannst (Wie wär`s mit einer Tauschparty?) oder in den Second Hand-Laden zum Verkaufen bringst. Wenn gar nix mehr geht, mach einen Mal- bzw. Putzlappen daraus. Die kann man immer brauchen.
  • Wenn du schon dabei bist, vielleicht möchtest du gleich dein ganzes Zimmer ausmisten und deine Eltern und Großeltern, FreundInnen und Nachbarn machen auch mit. Dann veranstaltet doch einen privaten Flohmarkt! Andere freuen sich vielleicht über die Dinge, die ihr nicht mehr braucht und du verdienst damit sogar Geld. Was nicht verkauft wurde, könnt ihr immer noch anderweitig entsorgen.
 


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