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So erkennst du Kunstfasern in Kleidung

Leider werden immer öfter Kunstfasern in Kleidung verarbeitet – manchmal sind diese selbst beim Befühlen des Stoffs gar nicht mehr so leicht herauszufühlen. Synthetische Kunstfasern: Diese werden aus Erdöl hergestellt, in fast allen Meereslebewesen wurden bereits Mikroplastik-Partikel nachgewiesen. Welchen Schaden beim Waschen freigesetzte Mikrofasern anrichten können, ist bis heute noch weitgehend unerforscht. Man sollte also Kleidungsstücke so weit wie möglich vermeiden, die folgende Materialien beinhalten: Welche Fasern in einem Kleidungsstück zu welchen Anteilen enthalten sind, kannst du meistens auf dem eingenähten Etikett nachlesen. Außerdem erkennst du Plastikfasern bzw. deren Zusatzstoffe oft am unangenehmen Geruch des Kleidungsstücks. Dann lieber gleich Hände weg! Halbsynthetische Fasern: Auch für die Herstellung von Naturfasern und halbsynthetischen Fasern kommen Chemikalien zum Einsatz. Sie werden jedoch aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen.  Aus folgenden Materialien freigesetzte Partikel können schneller biologisch abgebaut werden: Naturfasern: Dazu gehören Baumwolle, Wolle, Seide, Leinen und Hanf. Es gibt nahezu jedes Kleidungsstück in einer umweltfreundlichen Naturfaser-Version, man muss nur manchmal etwas länger danach suchen. Der oft höhere Preis amortisiert sich durch eine längere Verwendungsdauer aufgrund der hochwertigen Textilien. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, ökologisch hergestellte Kleidung und Secondhand-Mode zu bevorzugen – da auch die bei der Produktion verwendeten Chemikalien, der Energiebedarf und die anfallenden Abfallprodukte zur Umweltfreundlichkeit von Textilien beitragen. Aus: smarticular.net (Hrsg.): Plastiksparbuch. Mehr als 300 nachhaltige Alternativen und Ideen, mit denen wir der Plastikflut entkommen. Business Hub Berlin UG, 2019.

Daniela Christl