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Vorhang auf für: Das Gute Nacht-Theater

Bild: DeeMPhotography/Fotolia.com

Klara, 7 Jahre alt, sitzt im Pyjama auf ihrem Bett: „Mama, ich brauch bitte noch ein Glas Wasser!“ Mama geht in die Küche um ein kleines Glas Wasser zu holen: „Hier, bitteschön.“ Nachdem Klara getrunken hat, muss sie auf’s Klo. „Okay, aber beeil dich!“, sagt Mama, schon ein wenig genervt. „Liest du mir noch eine ganz kurze Geschichte vor?“, bittet Klara zurück im Bett. Mama erwidert: „Ich habe dir vorher schon eine Geschichte vorgelesen, jetzt schläfst du.“ – „Aber ich bin noch gar nicht müde!“

Das kommt dir bekannt vor? Aus meiner eigenen Erfahrung und Schilderungen von zahlreichen anderen Eltern in meinen Kursen und Beratungen kann ich bestätigen, dass das eine wohlbekannte abendliche Szene in vielen Kinderzimmern ist. Mit ein wenig Humor betrachtet könnte man meinen, dass es eine Art ungeschriebenes Drehbuch gibt, nach dem sich quer durch verschiedenste Familien die Schlafengeh-Situationen am Abend überraschend ähnlich gestalten. Hauptdarsteller sind Kind(er) und Elternteil, Schauplätze sind Kinderzimmer, Bad, vielleicht auch Küche und WC. Die Handlung dreht sich um den Gewinn wertvoller Minuten außerhalb des Traumlandes.

Was könnte dahinter stecken? Nicht das Schlafengehen an sich ist etwas Schreckliches. Wenn Kinder abends zur Ruhe kommen, merken sie vielleicht unbewusst, dass ihnen noch etwas fehlt. In der Ruhe fällt erst auf, dass da noch Durst ist oder Hunger, vielleicht auch einfach „Hunger“ nach Kontakt mit Papa oder Mama. Für manche Kinder mag es auch eine Testsituation sein um zu schauen, wie weit Grenzen dehnbar sind. Höre auf dein Bauchgefühl, um herauszufinden, worum es im „Gute Nacht-Theater“ geht.

Ebenfalls aus meiner und der Erfahrung anderer Eltern gesammelt, findest du hier ein paar Tipps für eine angenehme Abendsituation:

 

Für weniger Stress und mehr Freude in der Erziehung!

 

Katharina Maderthaner, MSc (Counseling)

www.elternwerkstatt.at