Gutes Gefühl inklusive: Nachhaltig einkaufen

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Als Grünschnabel-Fan weißt du längst, dass Nachhaltig-Einkaufen Sinn macht. Es ist dir nicht egal, woher die Rohstoffe deiner Bettwäsche kommen und ob die Mitarbeiter in den Produktionsstätten fair behandelt und bezahlt werden. Du möchtest deinen Kindern keine giftigen T-Shirts zumuten und dir selbst keine energieverschwendenden Elektrogeräte. Das Holz deines Wohnzimmerschrankes soll natürlich zertifiziert sein und vom Einkaufspreis sollte möglichst noch ein soziales Projekt unterstützt werden.

Ein Großteil unserer Textilien wird aus Baumwolle hergestellt, da liegt es nahe, als verantwortungsbewusster Händler auf Nachhaltigkeit zu setzen. Der Anbau nachhaltiger Baumwolle verbraucht weniger Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Wasser. Dadurch werden sowohl die Umweltsituation als auch die Gesundheits- und Lebensbedingungen der Menschen, die unsere Baumwolle anbauen, verbessert. Viele große Textilanbieter haben sich dem Label Cotton made in Africa angeschlossen.

Ökolabel
Während beim Anbau von Bio-Baumwolle insbesondere auf die Umwelt geachtet wird, sind die Schwerpunkte der Initiative Cotton made in Africa die humanitäre Hilfe und die Ressourcenschonung. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern und ihrer Familien in afrikanischen Ländern.

Gutes Holz für gute Möbel
Auch bei Möbeln kannst du auf Herkunft, Rohstoffe und Herstellung achten: FSC-zertifiziertes Massivholz ist aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern, die von einer unabhängigen Organisation in Übereinstimmung mit den strengen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Standards des Forest Stewardship Council zertifiziert wurden. Ob Schuhschrank, Essgruppe oder Bücherregal, die Auswahl an zertifizierten Holzmöbeln ist groß und nicht teurer als herkömmliche Möbel.

Verantwortung
Je größer ein Händler, desto mehr kann er seinen Einfluss auf Hersteller und Lieferanten seiner Produkte geltend machen: so z.B. auch der österreichische Ottoversand: Mit dem Code of Conduct werden verbindliche Regeln für Lieferanten aufgestellt. Vorgegebene Arbeits- und Sozialstandards werden dabei von unabhängigen Audit-Gesellschaften streng kontrolliert. 

Wie man nachhaltige Herstellung von Baumwolle mit der Alphabetisierung der Baumwollbauern verbinden kann, zeigt dieser Film aus Burkina Faso. Das Bildungsprogramm hat bereits über 5000 Menschen erreicht und deren Lebensstandard wesentlich verbessert.




Eine Antwort auf Gutes Gefühl inklusive: Nachhaltig einkaufen

  1. manuela.hoflehner sagt:

    Cotton made in Africa finde ich immer ein bisserl kritisch. Viele Geschäfte, z.B. Eduscho, haben früher mehr auf Bio-Kleidung umgeschwenkt. Dann kam Cotton made in Africa auf, mit dem man sich für weniger Geld gut schmücken konnte, und darauf wurde umgeschwenkt. Viele KonsumentInnen glauben dabei, dass das Siegel auch zeigt, dass die Baumwolle aus Bio-Anbau ist, das grenzt für mich schon an Konsumententäuschung. Genauso wird heutzutage oft groß dazugeschrieben “Mit Bio-Baumwolle”. Wenn man dann irgendwo versteckt sucht, findet man z.B. OCS Blended Standard, der einen Bio-Anteil von unter 5% erlaubt (wenn das Produkt dann aus 48% Baumwolle besteht, ist der Bio-Baumwoll-Anteil bei 1-2%). Da wird schon viel Schindluder getrieben, um ungerechtfertigterweise bei KonsumentInnen dieses “gute Gewissen” auszulösen.

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