Gemeinschaftlich gärtnern statt jeder für sich

Gemeinschaftsgarten Gallneukirchen

Gemeinschaftsgarten

Die Bedürfnisse der Stadtbewohner ohne eingen Garten haben sich offensichtlich verändert. Neben den klassischen Schrebergärten als eingezäunte Idyllen mit unkrautfreien Tagetes-Rabatten entstehen entstehen meist in den Städten, vereinzelt aber auch am Land, Gemeinschaftsgärten. Statt sich abzugrenzen, geht hier der Trend zum gemeinsamen Garteln.

Hinterhöfe revitalisieren
Gemeinschaftsgärten sind kollektiv betriebene Gärten. Sie entstehen aus unterschiedlichsten Motiven:
Manche möchten städtische Hinterhöfe revitalisieren und die Nachbarschaft beleben.
Gemeinschaftsgärten werden auch als Sozialprojekte betrieben. Dadurch können z.B. Vorurteile abgebaut werden oder Jugendliche und ältere Generation zusammengebracht werden.
Oder es kommen einfach Menschen zusammen, die Gemüse anbauen wollen, um sich preiswert und biologisch zu ernähren.
Darüber hinaus ist das Ziel meist auch der Austausch untereinander, nicht nur über gärtnerisches Alltags- und Fachwissen.

Privat oder öffentlich
Oft sind die Gärten auch öffentlich zugänglich. Der rechtliche Status ist sehr unterschiedlich. Es kann sich um Besetzungen handeln, es können aber auch Privatgrundstücke sein oder öffentliche Gelände.

Ein Gemeinschaftsgarten kann eine politische Dimension haben:
Wir nehmen das Leben in unserem Viertel in die Hand- wir wehren uns gegen Betonwüsten und Vereinsamung…

Er kann eine soziale Dimension annehmen:
Ich mache was mit anderen gemeinsam. Ich trage Verantwortung, ich teile etwas, wir entscheiden solidarisch…

Er kann eine ökologische Dimension haben:
Ich will kein Gemüse aus dem Supermarkt, ich will essen, was ich selbst gezogen habe…

Die Website www.gartenpolylog.org wird als Plattform zu Gemeinschaftsgärten in Österreich von österreichischen Gemeinschaftsgärten und vom Verein Gartenpolylog genutzt. Zudem stellt der Verein Gartenpolylog eigene Projekte und verwirklichte Gärten vor.

Beispiel eines Gemeinschaftsgartens als Integrationsprojekt:
Der Otto-Loewi-Garten in Wels

Blume mit der Aufschrift "Willkommen"

Willkommen im Gemeinschaftsgarten

Der Nachbarschaftsgarten des Integrationsbüros Mosaik ist ein Projekt an einem der sozialen Brennpunkte in der Stadt Wels, und soll das Miteinander der dort Wohnenden fördern. Das Projekt hat auch eine eigene Homepage, wo man sich über die bisherigen Aktivititäten informieren kann.

Im Mai 2010 fand die Infoveranstaltung zum Nachbarschaftsgarten Otto-Loewi-Siedlung statt, zu der alle BewohnerInnen der Siedlung eingeladen waren.

Der Garten entstand auf einer brachliegenden Wiese, die von der Stadt Wels zur Verfügung gestellt wurde, vor den Häusern der Otto-Loewi-Straße 7-11.  Nach dem Aufstellen eines Zaunes, wurden Beete angelegt und ein Wasseranschluss gelegt. Jede Gärtnerin und jeder Gärtner hat sein eigenes 8,5m² großes Beet, das nach Belieben bepflanzt werden kann. Im Laufe der Zeit kamen auch Hochbeete und eine Gerätehütte dazu.



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