Ein Experiment: jeden Tag eine gute Tat

Schluss mit dem Ego
Theresa Voigt ist 25 Jahre alt und hat ganz normale Vorstellungen von „gut und schlecht“, von Moral und Nächstenliebe.

Weltkugel und ein Paar und zwei Bäume

Bild: thingamajiggs - Fotolia.com

Doch irgendwann kam ihr der Gedanke, dass sie viel “organisatorisches Talent und Gedanken darauf verwendet, noch mehr Zeit für sich zu bekommen, um ihre Entspannung und ihr Glück zu hegen….Schluss mit dem Streicheln des eigenen Egos und des Auf-der-Stelle-Stehens“.

In einem einjährigen Projekt hat sie versucht, jeden Tag eine „Gute Tat“ zu begehen und ist dabei zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Geduld und Nachsicht
Die Logopädin, die in einem Altersheim beschäftigt ist, macht Mitmenschen Komplimente, sie legt mehr Geld in die Schüssel der Toilettenfrau als nötig, sie verschenkt Blumen. Sie lächelt Fremde an, sie lässt den Vortritt, gewährt Vorfahrt, ohne zu müssen, und bedankt sich bei ihrem Vater für eine lang zurückliegende Nettigkeit von ihm. Theresa schenkt ihren Nachbarn einen Kuchen und übt sich im Beruf mit anstrengenden PatientInnen in besonderer Geduld.

Sie entschuldigt sich bei einer Freundin, mit der sie nach einem Streit keinen Kontakt mehr hatte. Sie hat Geld gespendet, einen Tag lang nicht gelogen und 24 Stunden ohne Strom gelebt. Manche gute Taten waren ganz simpel: Jemandem auch dann zuhören, wenn man eigentlich keine Lust hat oder in Eile ist. Ein Telefonat nicht als Erste beenden. Für jemand anderen einen Brief zur Post bringen. Beim Essen mit einer Freundin die Rechnung übernehmen.

Auch echte Opfer bringen
Andere Taten waren aufwendiger. Einmal hat Voigt einer Kollegin die Spätschicht abgenommen, damit diese früher Feierabend machen konnte. Einem fast tauben und blinden Patienten half sie, dem Enkel pünktlich zum Geburtstag zu gratulieren – mit einem Telefonat und einer selbst geschriebenen Postkarte. Sie schrieb anonyme Zettel mit der Aufschrift “Du bist schön”, legte diese beim Sauna-Besuch in die Kleiderspinde.

Am Ende zufrieden und dankbar
Am Ende des Experiments ist Theresa Voigt glücklich über ihre Erfahrung. Bei den meist materiell eingestellten Erwachsenen sei es manchmal nicht so einfach gewesen, sie von der Uneigennützigkeit ihrer guten Taten zu überzeugen, doch meist habe sie viel Dank und Freude zurückbekommen.

Alle guten Taten hat Theresa in einem Blog zusammengeschrieben.

 

Buchcover

Bild: Pendo-Verlag

Tipp: “Wir sind, was wir tun.“ So heißt eine Initiative, die in England begann und nun auch hierzulande immer mehr Leute begeistert. 50 kleine Ideen, die, wenn Millionen sie umsetzen, Großes bewirken.
In dem Buch “Einfach die Welt verändern” gibt es ganz einfache Tipps für eine bessere Welt: vom Blutspenden über Stromsparen bis zu einen Baum pflanzen. Wenn jeder davon nur ein wenig umsetzt, sieht die Welt schon ganz anders aus, oder?



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