3.12. Weihnachtsbaum aus OÖ

Foto: Landwirtschaftskammer OÖ

Warum in die Ferne schweifen, wenn der ökologische Christbaum vom Bauern aus der Region liegt so nahe. Grünschnabel hat nachgefragt und erfahren, dass der "Ein Baum aus der Heimat" garantiert von einem Christbaumbauern aus Oberösterreich kommt. Es werden aber auch Bio-Christbäume angeboten. Weihnachten, wie aus dem Bilderbuch: Die Familie geht gemeinsam durch den verschneiten Wald, sucht sich einen Christbaum aus, der - einmal umgehauen - mit vereinten Kräften auf dem Schlitten heimtransportiert wird. Keine Bäume aus dem Ausland mit ewig langem Transportweg, vielleicht sogar im biologischen Anbau beim Bauern in deiner Nähe. Gibt’s das denn noch? Ja, und ob, 156 Produzenten von heimischen Christbäumen gibt es allein in Oberösterreich. Erkennbar sind die diese übrigens an ihrer rot-weiß-roten Banderole und dem Logo „Ein Baum aus der Heimat“. Also kein schnell, schnell noch kurz vor dem Fest in einen Baumarkt gehetzt und irgendeinen Baum gecheckt, denn die oberösterreichischen Christbaumbauern bieten als Service oft sogar die Aufbewahrung des ausgewählten Baums bis zum 24. Dezember. Der Verkauf in den Stadtgebieten startet am 12. Dezember. Auf der Seite www.weihnachtsbaum.at kann man die Suche bequem nach Bezirk einschränken. Danach kann man außerdem folgende Kriterien auswählen: Ab Hof-Verkauf, Vorauswahl in der Kultur, Bäume selber schneiden, Mondphasenschnitt, Baumlagerung bis 24.12., Lebende Christbäume im Topf, Baumgröße über 3 Meter, Baumzustellung zum Kunden sowie Schmuckreisig-Verkauf. Die österreichischen Christbaumbauern produzieren über ganz Österreich verteilt in verschiedenen Lagen und auf meist kleinen Flächen Weihnachtsbäume. Wetterextreme wie Trockenheit, oder Hochwasser wirken sich nur sehr gering auf die Entwicklung der Bäume aus. Die Umschlagszeit der Bäume beträgt 8 bis 12 Jahre. Jährlich werden ca. 10 % der Anbaufläche abgeerntet. Pro Hektar wachsen je nach Pflanzung ungefähr 6.000 bis 7.000 Bäume. Wer einen heimischen Christbaum kaufen will, muss nicht weit fahren. Im Durchschnitt ist in jeder dritten Gemeinde ein Christbaumbauer zu finden. Der Vorteil: kurze Transportwege und somit ein Beitrag zum Klimaschutz. Ein heimischer Christbaum wird im Durchschnitt 40 Kilometer transportiert, bis er verkauft wird. Noch ein wichtiger Aspekt zur Nachhaltigkeit: Ein Hektar Christbaumkultur bindet während der Produktionsphase von acht bis zehn Jahren ca. 140 Tonnen Kohlendioxid, erzeugt 100 Tonnen Sauerstoff und filtert Staubpartikel aus der Luft. Wie hält der Christbaum besonders lang? Den Baum sollte man bis zum Weihnachtsfest kühl aufbewahren. Je kühler der Raum, desto länger ist die Haltbarkeit der Nadeln. Immer darauf achten, dass genügend Wasser im Christbaumständer ist. Ein Baum benötigt je nach Zimmertemperatur zwei bis vier Liter Wasser am Tag. Die Nadeln ab und zu mit Wasser besprühen. Pflegetipps für lebende Christbäume Christbäume im Topf sind eine Alternative zum Wegwerfbaum, die lebenden Bäume sind jedoch keine leichten Patienten. Auf keinen Fall sollten sie länger als 8 bis 10 Tage in einem beheizten Raum stehen, eine Zeit, in der der Baum auf jeden Fall Schaden nimmt. Selbst hartgesottene Nordmann-Tannen gehen nach zwei Wochen im warmen Wohnzimmer ein. Wegen des großen Temperaturunterschiedes sollte der Baum nicht direkt aus der Kälte in die Zimmerwärme bzw. nach dem Fest wieder nach draußen gestellt werden. Jeweils eine gemäßigt kühle Zwischenstation wie ein kühler Keller oder eine Garage sind notwendig. Neben den Baum kann man eine Schüssel Wasser aufstellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Adressen für heimische Anbieter von Bio-Christbäumen unter www.umweltberatung.at.  

Daniela Christl



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