Lieblingsstück: das geb´ ich niemals her!

Hast du auch ein Lieblingsstück, das dir ans Herz gewachsen ist? Ein Ding, das dir eine Geschichte erzählt, an die du dich gerne erinnerst? Ein Alltagsgegenstand, den du niemals hergeben würdest?

Es sind nicht immer die wirklich schönen Sachen, die uns wichtig sind. Auch praktisch müssen sie nicht sein, wir haben sie manchmal nur deshalb gern, weil sie etwas Besonderes für uns bedeuten.

Das von unserer Oma bestickte Kissen fällt schon fast auseinander und niemand darf es benutzen, aber es hat seinen prominenten Platz auf unserem Sofa.

Die echte Pelikanfüllfeder war ein Geschenk des Vaters. Wirklich gut schreiben kann man damit eigentlich nicht mehr und ein Tintenfass hat man auch nicht immer dabei. Aber der Anblick der Füllfeder erinnert an den Stolz, der einen damals erfüllte, als man das Geschenk erhielt.

Alles von den Kindern
Welche Mutter hat nicht von der Geburt des Kindes ein Namensband oder den ersten Fußabdruck aufbewahrt? An so manchem Autospiegel hängt ein in die Jahre gekommener Schnuller. Auch die ersten selbstgemachten Basteleien aus dem Kindergarten werden aufbewahrt, bis sie zu Staub zerfallen.

Bild: Muschel

Urlaubsandenken Bild: pixelio.de

Urlaub und die große Liebe
Oft sind die Lieblingsstücke mit Erinnerungen an einen Urlaub verbunden: gesammelte Muscheln, Schmuckstücke oder Keramiken vom Bazar.
Bei der ersten großen Liebe findet ein T-Shirt des Angebeteten nicht mehr in die Wäsche, sondern verbleibt für Wochen als Kuschelobjekt im Bett.

Je älter man wird, desto mehr denkt man natürlich an seine Kindheit zurück. Der alte Teddybär, das alte Märchenbuch und Legosteine aus drei Generationen lassen die Erinnerungen wieder aufleben.

Wie du deine Lieblingssachen in Bücherregalen drapieren kannst, zeigen diese Beispiele.

 

Auch unsere RedakteurInnen haben Lieblingsstücke:

Isabel Höglinger bewahrt seit rund 30 Jahren ein Gmundner Häferl auf. Über die Herstellung eines solchen schrieb sie ihre erste Reportage und die Liebe zum Salzkammergut begann.

Bild: Gmundner Häferl

30 Jahre alt: Gmundner Häferl

 

 

 

 

 

 

 

Kirsten Commendas Lieblingsding

Gibt seit 35 Jahren Mut: das Elefantenhäferl

Auch Kirsten Commenda hängt an einem alten Stück Porzellan. Das “Elefantenhäferl” war ihre erste eigene Tasse, die sie im Kindergartenalter von ihren Eltern bekommen hat. Niemand sonst durfte daraus trinken. Das edle Stück hat sämtliche Übersiedlungen und Entrümpelungsaktionen überdauert. Heute wird es vor allem dann aus dem Schrank geholt, wenn junge Menschen zu Gast sind, die ihre Schüchternheit schnell ablegen, wenn sie ihren Kakao aus der besonderen Tasse schlürfen dürfen. Kann denn so ein Ding wirklich Mut machen oder Trost spenden? Es kann! Es funktioniert so ähnlich wie bei Winnie Poohs kleinem Freund Ferkelchen. Wenn es die verzauberten Ohrenwärmer aufhat, ist es der beste Eisläufer von allen. Ohne Ohrenwärmer fällt es hingegen ständig auf die Nase…. Verzeihung, auf den Rüssel … (zu sehen auf diesem youtube-Video).

 

Manuela Hoflehner kann sich nicht von einem vergilbten Tierfoto aus ihrer Kindheit trennen – den ersten Gewinn, den sie als damals 14-Jährige aus einem Casino davontragen durfte. Beim Urlaub in Las Vegas durfte die Redakteurin damals einmal ins “Kinder-Casino” – ein Bereich, in dem nicht um Geld gespielt wurde, sondern Sachpreise auf die Kinder warteten. Bei einem Schätz-Spiel gewann sie das Bild der zwei Löwen, das bisher alle Übersiedelungen mitgemacht hat. “Wir haben uns die Show mit den weißen Löwen von Siegfrid und Roy dort nicht angesehen, weil alle Plätze ausverkauft waren”, erzählt sie. “Mich haben die großen wie kleinen Katzen aber schon damals immens fasziniert. Das Bild war daher eine schöne Entschädigung, die ich mit nach Hause nehmen konnte.”



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *