Riech dich glücklich

Rosenblüten duften besonders gut. Als Badesalz oder Aromaöle können Düfte unsere Stimmung maßgeblich beeinflussen (Foto: Mildred Klaus  / pixelio.de)

Rosenblüten duften besonders gut. Als Badesalz oder Aromaöle können Düfte unsere Stimmung maßgeblich beeinflussen (Foto: Mildred Klaus / pixelio.de)

Gerüche beeinflussen stark, ob wir uns gut fühlen oder ob wir lieber die Nase rümpfen und das Weite suchen. Unsere Stimmung wechselt sofort auf „Winter“, wenn die Duftlampen einen harzigen Duft nach Tanne oder Orange verströmen – und die Vorfreude auf Weihnachten steigt. Wenn man sich bewusst mit Aromaölen auseinandersetzt, kann man nicht nur der Psyche gut tun, sondern auch den Körper stärken.

Räucherwerk, Räucherstäbchen und Aromaöle – im Winter zählen die duftenden Wohnungsaccessoires bereits zum Standardwerk und bringen uns gut gelaunt durch die dunkle Zeit. Der richtige Duft vermag sogar noch mehr bewirken. Bei vielen belastenden, körperlichen oder psychischen Beschwerden können ätherische Öle positiv unterstützen. Ätherische Öle können das Immunsystem stärken, haben einen Einfluss auf die Wundheilung, den Blutdruck und die Herzfrequenz und wirken entzündungshemmend, verdauungsfördernd und entkrampfend. Dass sie auch rasend schnell die Stimmung heben und das Wohlbefinden steigern hat einen Grund: Sie werden von den Riechzellen in der Nase aufgenommen und gelangen so direkt ins Stammhirn, das u.a. für unsere emotionale Steuerung zuständig ist.

Bereits die alten Hochkulturen besaßen ein großes Wissen über die Wirksamkeit von Pflanzen. Die Urform der Anwendung von ätherischen Ölen war damals das Räuchern. Über Pflanzenextrakte und viel Experimentieren schaffte man es schließlich, den Duft in Ölform zu extrahieren. Das brauchte jedoch Zeit: Erst mit dem 19. Jahrhundert entstand die moderne Aromatherapie.

 

Wie ätherische Öle verwendet werden

Ätherische Öle können unterschiedlich angewendet werden. Beliebt sind sie als Öle in Duftlampen oder auf Duftsteinen. Auch über den Geruchssinn finden sie Verwendung, wenn man wenige Tropfen auf ein Taschentuch tropft und einatmet oder in einen Topf mit heißem Wasser gibt und 10 bis 15 Minuten inhaliert.

Weiters können sich ätherische Öle über die Haut und die Schleimhaut entfalten. Dazu muss das Öl mit Hilfe eines Basisöles auf eine entsprechende Konzentration gebracht werden. Geeignete Basisöle sind Mandelöl süß und Jojobaöl, die gleichzeitig die Haut pflegen. Genauso kann aber auch jegliches Speiseöl verwendet werden. Sich selbst ein Körperpflegeöl zu mischen, ist nicht so schwierig, wie man meinen mag. Am besten fängt man bei einer einfachen Mischung an, und experimentiert sich durch die Lieblingsdüfte durch. Selbstgemachte Körperöle in einer schönen Flasche sind auch für Weihnachten und festliche Anlässe wunderbare Geschenke und Mitbringsel.

 

Ätherische Rezepte für aromatische Tage

Körperöl gegen blaue Flecken: 1 EL Sonnenblumenöl + 5 Tropfen Lavendelöl

Basisrezept: Pro 100ml Basisöl nimmt man 20 Tropfen ätherisches Öl. Für Kinder halbiert man die Menge des ätherischen Öls.
Jedem Öl ist eine eigene Note zugeordnet – Herz-, Kopf- oder Basisnote. Kopfnoten zeichnen sich durch einen intensiven Geruch aus, der jedoch auch schnell wieder verfliegt. Diesen fixiert man mit der Basisnote. Um eine ausgewogene Duftkombination zu erhalten, muss man auf das Verhältnis von Kopf-, Herz- und Basisnoten achten. Man mischt die verschiedenen Öle entweder zu gleichen Teilen, oder nimmt einen Teil Basisnote (z.B. Ylang, Pachouli), zwei Teile Herznote (z.B. Lavendel, Rose, Linaloe) und drei Teile Kopfnote (z.B. Zitrus, Pfefferminz, Eukalyptus).

Brustöl für Erkältungen: 30ml Jojobaöl, 4 Tropfen Cajeputöl, 4 Tropfen Weißtannenöl, 4 Tropfen Thymian

Wohlfühlöl: 100ml Mandelöl, 2 Tropfen Benzoeöl, 6 Tropfen Lavendelöl, 6 Tropfen Rosengeranienöl, 6 Tropfen Orangenöl

 

Tipps

  • Auf dem Öl muss „100% reines echtes ätherische Öl“ stehen, um eine gute Qualität zu erhalten. Kauft man schlechte Qualität, können allergische und negative Reaktionen eine Folge sein.

  • Ätherische Öle müssen möglichst kühl (z.B. im Kühlschrank) gelagert werden.

  • Teebaumöl darf maximal drei Monate lang verwendet werden. Danach oxidiert es und wird krebsfördernd. Stattdessen kann man Manuka verwenden – es riecht ähnlich und ist länger haltbar.

  • Eukalyptus ist nicht empfehlenswert bei hohem Blutdruck, Krampfadern und in der Schwangerschaft. Stattdessen kann man es mit Kajebutöl ersetzen.

  • Zitrusöl ist ein Jahr haltbar – im Gegensatz zu Rosen- und Sandelholzöl, die mit der Zeit immer besser werden.

  • Gegen Erkältungen helfen Lavendel, Kajebut, Bergamotte und Fenchel.

  • Gerüche binden Blutorange, Tanne, Myrrhe und Kardamom.

  • Bei Schnittwunden kann Lavendelöl (auch pur) verwendet werden.

Manuela Hoflehner



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