Gute Vorsätze gegen den inneren Schweinehund

Bild: gezeichnete Figur Hund Schwein

Bild: thingamagiggs/fotolia.com

Silvester kommen sie wieder an die Oberfläche: die guten Vorsätze für das kommende Jahr!
Einige davon sind schon ein paar Jahre alt und noch niemals in die Tat umgesetzt worden. Andere sind neu. Mit viel Optimismus wollen wir es nun doch schaffen: mehr Lebensqualität, mehr Spaß, mehr Aktivitäten, weniger Stress.

Für die Österreicher steht der Wunsch nach mehr Bewegung und Sport an erster Stelle der guten Vorsätze, danach kommt das Bestreben, bewusster zu leben und sich gesünder zu ernähren. Mehr Zeit mit der Familie und Abnehmen stehen in der Hitliste der guten Vorsätze auch ganz oben. (IMAS-Umfrage für 2014)

Je älter die Befragten sind, desto eher stehen immaterielle Dinge wie Gesundheit und Familie im Vordergrund.
Jüngeren sind finanzielle Themen wichtiger, sie stehen noch am Beginn von beruflicher Karriere, Hausbau oder Familienplanung.

Knapp ein Drittel der Bevölkerung hat zumindest einen Vorsatz für das neue Jahr gefasst, zwei Drittel haben nicht vor, auf Grund des Jahreswechsels etwas anders oder neu im eigenen Leben zu machen. Jüngere Personen und Menschen mit höherer Bildung nehmen dabei überdurchschnittlich häufig den Jahresbeginn zum Anlass, etwas im eigenen Leben zu verändern.  Quelle: IMAS-Institut

Tja, mehr Gesundheit, mehr Familie, mehr Lebensqualität – das erscheint uns richtig und sinnvoll. Doch warum kommt uns immer unserer innerer Schweinehund dazwischen? Warum macht sich der so breit in unserem Alltag? 

Das haben Wissenschaftler erforscht: Wenn unser Gehirn ein Verhalten, z.B. Fernsehen mit Chips-Essen, verknüpft – oder auch geselliges Beisammensein mit Rauchen und Tapferkeit mit Schokolade – dann entsteht über dieses Belohnungsprinzip ein Automatismus. Das Gehirn schüttet den Botenstoff Dopamin aus, der uns ein Wohlgefühl vermittelt.
Im “Kontrollsystem” unseres Gehirns sitzt quasi die Vernunft, das schlechte Gewissen, das nur viel schwerer zu beeinflussen ist, weil es hier nicht um Emotionen geht.

Die Wissenschaftssendung “Quarks & Co. “ beschäftigt sich mit den guten Vorsätzen und dem inneren Schweinehund und gibt gute Tipps, um die Vorsätze auch Wirklichkeit werden zu lassen: 

Was du brauchst, um gute Vorsätze wirklich in die Tat umzusetzen:

  • Prüfe die Vorsätze, ob sie zu deinem Leben passen.
  • Selbstvertrauen, Spaß, Ehrgeiz
  • Weniger Vorsätze, dafür die realistischen aussuchen
  • Jemanden, den man respektiert, als Motivator nehmen
  • Jemanden, mit dem man sich vergleichen kann, als Beispiel nehmen
  • Vorsatz konkretisieren: Was soll wann wie genau erreicht werden?
  • Welche Alternative gibt es bei Problemen?
  • Welche konkrete Belohnung wünschst du dir?

Sport, Sport, Sport,…
Es reicht nicht, sich vorzunehmen: “Mehr Sport”.
Formuliere es konkret: Ich will es schaffen, mindestens drei Mal die Woche eine halbe Stunde zu joggen.

Sport macht in der Gruppe mehr Spaß und wird dadurch auch verbindlicher. 
Du hast nicht zuwenig Zeit, du musst sie dir nur richtig einteilen.

Setz dir zuerst nur kleine Ziele, die du realistisch erreichen kannst.
Belohne dich nach dem Joggen nicht mit einer Pizza, sondern mit einer Massage.
Regen ist keine Ausrede: Geh stattdessen Schwimmen.

Was hast du dir für 2015 vorgenommen?
Schreib unten im Kommentar deine guten Vorsätze oder schreib, warum du dir für 2015 nichts (mehr) vornimmst. 

Isabel Höglinger



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