Der kleine Wolf und die Angstflöhe

wolf heulen

Aus dem Buch: Der kleine Wolf und die Angstflöhe

Eine Geschichte, die das kranke Kindergartenkind aufheitert: „Der Kleine Wolf und die Angstflöhe" mit Reimen des Osteopathen und Physiotherapeuten Christoph Reisner, illustriert von Koni Oberhauser, will das Vertrauen in die eigenen inneren Kraftquellen stärken – sowohl beim Kind wie auch den Eltern. Der kleine Wolf und seine Mutter spielen den ganzen Tag mitsammen in der Sonne. Alles ist gut, idyllisch und harmonisch. Müde geworden schläft der Kleine von der Mutter umhegt friedlich in der Höhle ein. Sie kann beruhigt ihrer nächtlichen Arbeit nachgehen: dem Vollmond ein Heulkonzert darbieten! Doch ein Floh zwickt das Wölfchen im Schlaf und große Furcht bricht über ihn herein. Eine alltägliche Szene, nur dicht an uns geschmiegt oder sonst irgendwie an uns drangedockt kann unser Kind in den Schlaf finden. Wir wagen kaum, uns zu rühren, um es nur ja nicht aufzuwecken. Dahin ist die entspannte Nachtruhe. Da erscheint der Wolfsmutter im Traum ein mächtiger Artgenosse mit der Botschaft „Du bist ein wildes Tier, bleib gut bei dir!“ Was für die Wolfsfrau gilt, ist auch uns hilfreich. Das Vertrauen sowohl in die eigenen inneren Kraftquellen, wie auch in stärkende Energien von außen, lösen letztendlich den Schmerz und die Angst auf:  „… der Himmel macht den Rest“. Die Wolfsmutter versorgt das Wölfchen mit einer sanften und zugleich festen Bauch- oder Herzmassage und endlich können die Selbstheilungskräfte wirken. „Am Tag darauf ist´s Fieber weg, weg ist auch des Herzens Schreck.“ Krankheit und Angst gehören zum Leben Die Sorge um ein krankes oder angsterfülltes Kind ist eine der schwierigsten Erfahrungen für Eltern. Gerade wenn Rückhalt und Unterstützung von uns verlangt werden, fühlen wir uns selbst hilflos und überfordert. Die einfache Lösung, zuerst „gut bei sich sein“ und auf die eigene Stärke vertrauen, dazu das Wissen, dass wir nicht allein sind, sondern himmlische Unterstützung erhoffen dürfen, liegt in diesen Stressmomenten oft meilenweit entfernt. Das Büchlein erinnert uns daran! Der Gegensatz hart-weich In seiner Praxis für Osteopathie und Physiotherapie behandelt der Autor Christoph Reisner regelmäßig Kinder und Säuglinge und kann dabei beobachten, wie wichtig die Balance zwischen Festigkeit und Sanftheit  in der Therapie ist. Dasselbe gilt auch für den Umgang von Eltern mit ihren Kindern. Besonders wenn die Kleinen krank sind und Hilfe brauchen. In dem Wunsch, diese Botschaft zu vermitteln, liegt Christoph Reisners Motivation und schon vor Jahren schickte er einen Textentwurf der Geschichte an die Linzer Künstlerin Koni Oberhauser. Diese Wahl war ein Glücksfall. Denn der locker-unbekümmerte Strich der Zeichnerin ist zart und zugleich rau und bringt den Gegensatz hart-weich gut zum Ausdruck.  Zusammen mit dem Text fügen sich der Humor und die Leichtigkeit ihrer Bildsprache zu einem Ganzen. Strenge und Fürsorglichkeit sind keine widerstreitenden, sondern sich ergänzende Gegensätze. Witzige Details wie comicähnliche Textfelder, die für reifere Kindergartenkinder Lust auf Schrift und Lesen machen, verleihen den Bildern eine zusätzliche Ebene. Das Spiel mit der Sprache Die Verse kommen leichtfüßig und manchmal schwebend daher. Sie lassen sich nicht brav in einen gleichbleibenden Rhythmus zwingen. Was das Versmaß anbelangt, sind sie unfolgsam und ungezähmt, stolpern an mancher Stelle wie ein hopsendes Kind oder fügen einen Wechselschritt ein und das macht ihren besonderen Charme aus. Die Reime laufen nicht Gefahr, ins Pathetische allzu Poetische abzuheben, sie besitzend ausreichend Bodenhaftung und Realitätssinn. Augenzwinkernd behalten sie den Lebensalltag mit Kindern gut im Blick. Dass dem Text eine Prosaversion zugrunde liegt, merkt man an einigen Stellen. Doch weil Kinder – gerade wenn sie krank sind – gereimt vorgelesene Sprache sehr gern als quasi stärkendes Lebensmittel genießen, hat sich Christoph Reisner zur Versform entschlossen. Außerdem reimt er, wie er selbst erzählt, sehr gerne auch zwischendurch im Alltag, einfach so, spielerisch und zum Spaß. Das Vergnügen, das er dabei hat, ist deutlich spürbar. Sprache ist ihm ein wertvolles Kreativmaterial, die Lust an Wortspielen steckt an! Eine warmherzige Geschichte, mit äußerst liebenswerten Bildern und einer wichtigen Aussage für die vorlesenden Erwachsenen. Christoph Reisner (Text) und Koni Oberhauser (Bild): Der Kleine Wolf und die Angstflöhe. Erschienen im Eigenverlag. Das Buch ist um 20,00 EUR im ausgewählten Buchhandel in Freistadt, Gallneukirchen, Ottensheim und Linz erhältlich. Bestellungen auch portofrei über www.praxis-reisner.com

Veronika Mayer-Miedl



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.