Kinderriegel & Co – gut für mein Kind?

Die Kleinste bekommt strahlende Augen, wenn sie die bunten Schokoriegel im Regal entdeckt, und der pubertierende Teenager verzichtet gleich ganz auf die gemeinsame Mahlzeit und verköstigt sich stattdessen mit Freunden im Fast-Food-Lokal.
Eltern kämpfen dabei mit Unsicherheiten, was nötig, was gut und was noch knapp an der Grenze tolerierbar ist.

ein Berg Fischstäbchen

Bild: seen/Fotolia.com

Jedes Alter hat seine eigenen Herausforderungen, wissen Eltern, die schon ein Kind großgezogen haben. Zwischen Werbeversprechungen und den Verlockungen von schnellem Essen ist es oft nicht leicht zu erkennen, wie weit man die eigenen Regeln lockern kann und welche Lebensmittel und Konsumtempel empfehlenswert sind. 

Kindermüsli, Kinderschnitten, Kinderjoghurt – kindgerecht?

Bunte Verpackungen locken die Kinderaugen auf Produkte, die von der Industrie eigens für die kleinen Konsumenten geschaffen wurden. Denn auch die Firmen wissen, wie stark der Einfluss des Nachwuchs sein kann, wenn er gemeinsam mit Dir durch die Regale streift. Selbst versuchst du nur, die Einkaufsliste schnell abzuhaken, während die Kinder links und rechts hauptsächlich die süßen Verlockungen wahrnehmen, ohne die sie nicht nach Hause wollen. Dabei locken nicht nur die Verpackungen, sondern auch die Werbeversprechen von Spielzeug in der Verpackung und von vielen guten zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen.

Schnell kommt da die Frage auf, ob spezielle Kinderprodukte überhaupt nötig sind. Denn schaust du dir die Produkte und vor allem die Inhaltsstoffe genauer an, merkst du oft, dass das „gesunde“ Kinderprodukt eigentlich mehr eine Süßigkeit ist, bei der Menge an Zucker, die es beinhaltet. Oft weisen spezielle Kinderprodukte nicht nur mehr Zucker auf als herkömmliche Lebensmittel, sondern auch mehr Fett. Zusätzlich sind sie manchmal willkürlich mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und enthalten oft viele Zusatzstoffe. Dies erschwert es für Kinder, sich an den Geschmack herkömmlicher Lebensmittel zu gewöhnen. Kommt dann noch der höhere Preis hinzu, lässt man als verantwortungsbewusster Elternteil das Kinderprodukt lieber im Regal stehen.

Eltern sind Kontrollinstanz
Mit Ausnahme von Säuglingsernährung kontrolliert niemand, ob sogenannte Kinderprodukte auch wirklich für Kinder geeignet sind. Das bedeutet für Eltern, dass sie selbst Kontrollinstanz spielen müssen, wenn der Nachwuchs sich als allzu angetan von einem Produkt herausstellt. Hier ist es empfehlenswert, die Zutatenliste zu lesen und auf die Fett-, Zucker- und Honigzugabe zu achten. Entpuppt sich das Produkt als eine Süßigkeit, soll es auch als solche behandelt werden.

Tipp:
Wirklich nötig sind die Kinderprodukte für eine gute Ernährung nicht.
Da die Kindererziehung jedoch immer Kompromisse mit einschließt, empfiehlt es sich für Eltern, sich genau über ein Produkt zu informieren und klare Grenzen zu setzen. Wie überall gibt es auch hier Anbieter und Produkte, die empfehlenswerter sind als andere.
 

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