Kinder schmecken anders

Spaghetti und Schokolade zählen zu den Lieblingsgerichten von Kindern, oft zum Leidwesen der Eltern, die ihnen gerne Abwechslungsreiches und Gesünderes vorsetzen würden.

Bild: joujou/pixelio.de

Es ist jedoch von der Evolution her bedingt, dass Kinder schnell sättigende, energiereiche Speisen wie Kohlenhydrate und Fette bevorzugen. Sie befinden sich noch im Wachstum und brauchen daher gute Energielieferanten. Dieses Wissen kannst du jedoch nutzen – einfach einmal Gemüse in eine Teighülle einwickeln oder überbacken. Das kommt bei Kindern gut an.

Nicht gleich entmutigen lassen

Du solltest nicht sofort die Hoffnung aufgeben, wenn die Kinder ein Gericht oder ein bestimmtes Lebensmittel beim ersten Mal ablehnen. Zum einen verändert sich der individuelle Geschmack im Laufe der Zeit, zum anderen wird Geschmack auch erlernt. Vertrautes schmeckt besser als Unbekanntes. Kinder müssen ungewohnte Lebensmittel 10 bis 15 Mal probieren, um sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen. Daher solltest du nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen, gerade wenn die Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren sind. In diesem „Trotzalter“ sagen viele Kinder zu allem „Nein“. Davon darfst du dich nicht sofort entmutigen lassen. Gerade das frühkindliche Alter ist eine ideale Zeit, um die Weichen für ein gesundes Ess- und Trinkverhalten zu stellen.
In dieser frühen Lebensphase werden Ernährungsgewohnheiten geprägt, die ein Leben lang beibehalten werden.

Tipp:
Kinder haben noch viel sensiblere Geschmacksnerven.
Sie schmecken vielfältiger, daher reagieren sie auf bittere oder scharfe Speisen stärker. Auch Süßes schmecken sie intensiver, weshalb Süßes, wie z.B. Apfelmus, nicht überzuckert sein muss, um zu schmecken. Da die Geschmacksnerven der Kinder noch nicht so abgestumpft sind, sollten Eltern großen Wert auf die Qualität der Lebensmittel legen.
 


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