Familienurlaub für die kleine Geldbörse

Die wahren Abenteuer liegen oft vor der Haustür: wie ewta eine Radtour mit der ganzen Familie. Foto: Fotolia/Max Topchii

Die wahren Abenteuer liegen oft vor der Haustür: wie etwa eine Radtour mit der ganzen Familie. Foto: Fotolia/Max Topchii

Es muss nicht immer sündhaft teuer sein, Spaß und Abenteuer mit der ganzen Familie zu haben. Grünschnabel zeigt in Kooperation mit dem Reisemagazin und Umweltmagazin Anderswo günstige Alternativen zu Fünf-Stern und All-Inclusive auf. Der Wert einer Reise bemisst sich nicht nach der Höhe des ausgegebenen Geldbetrags, sondern nach dem ganz persönlichen Erleben und dem Spaßfaktor für die ganze Familie. Der Weltenbummler und Reiseblogger Alastair Humphreys vertritt in seinem neuen Buch "Microadventures" die These, dass man nicht um die halbe Welt reisen muss, um echtes Abenteuer-Feeling zu bekommen. Viele unvergessliche Erlebnisse und bleibende Eindrücke warten auch mitten in der Zivilisation und direkt vor der Haustür. Im Buch finden sich Tipps für "One Day Adventures": Das kann heißen, einfach mal zu Fuß oder mit dem Rad von zuhause aus loszuziehen und den nächsten Berg besteigen, einen Wald zu durchqueren oder durch einen Fluss zu waten. Etwas anspruchsvoller sind die "5 to 9 Adventures", die nach der Arbeit beginnen, eine Übernachtung draußen beinhalten und am nächsten Morgen enden.
  1. Eine Nacht unter freiem Himmel verbringen. Wer einmal mit Kindern eine Nacht unter freiem Himmel verbracht hat, weiß, dass kein Hotelurlaub Stoff für bessere Geschichten liefern – vor allem, wenn man die Unterkunft für die Übernachtung vorher auch noch selbst baut.
  2. Selbst ein Floß bauen. Das Gleiche gilt für die Testfahrt auf dem selbst gezimmerten Floß oder die Wanderung von zuhause aus bis ans Ende des Waldes. Wer mit ein bisschen Fantasie dazu die richtige Geschichte erfindet, macht den Weg zum Ziel und die Kinder zu Helden in ihrer eigenen Inszenierung.
Ganz viel Abenteuer für nur 9,95 Euro. Wer für die nächsten Ferien nur ein winziges Urlaubsbudget zur Verfügung hat, sollte hier investieren. Der Autor hat viele Ideen für spannende Aktionen, die man direkt von zuhause aus umsetzen kann. Dabei legt er großen Wert darauf, dass ein echtes Abenteuer nicht mit einer großen Einkaufstour starten muss, sondern vor allem mit Spaß an der Improvisation. Rucksäcke kann man auch mal selbst basteln, die wichtigsten Ausrüstungsteile finden sich in jedem Haushalt und saubere Kleider zum Wechseln sind sowieso überschätzt. Ziel des Handbuchs im Hosentaschenformat ist es, Eltern zu ermutigen, mit ihren Kindern einfach mal loszuziehen und die Umgebung zu erobern. Wetten, dass die Survival-Kinder nach diesen Ferien spannendere Geschichten zu erzählen haben, als die All-inclusive-Fraktion? Buchtipp: Alastair Humphreys: Microadventures.
  1. Einfach losradeln
Müde, aber superstolz: Wer Kinder nach einer Radtour von ihren Heldentaten erzählen hört, kommt aus dem Staunen nicht heraus. War Radfahren mit den Eltern nicht diese uncoole Sache, bei der man auf keinen Fall von irgendeinem Bekannten gesehen werden wollte? Aber der Praxistest zeigt: Radtouren mit der ganzen Familie müssen nur clever geplant sein, dann kommt die Begeisterung ganz von selbst. Beim Radfahren kommt es nämlich nur vordergründig auf Sportlichkeit an. Spätestens beim ersten Berg zeigt sich, wer auch über Qualitäten wie Geduld, Biss und Frustrationstoleranz verfügt. Großmäuligkeit bringt einem dagegen beim Bergauffahren gar nichts. Und so verhelfen gemeinsame Radtouren oft den sonst eher stillen Kindern zu einem Erfolgserlebnis. Eltern, die eine Tour planen, müssen das optimale Gleichgewicht zwischen zu wenig und zu viel Herausforderung austarieren. Sind die Etappen zu flach oder zu kurz gewählt, fehlt die Herausforderung und die Möglichkeit, sich zu beweisen. Zu anstrengend sollten die Touren aber auch nicht sein, damit die Kinder Radfahren nicht als Zumutung empfinden. Keine leichte Planungsaufgabe – vor allem, wenn Alter und Leistungsfähigkeit der Kinder weit auseinanderliegen. Aber die Mühe lohnt sich. Wer eine Woche lang als Team mit dem Rad durch dick und dünn gegangen ist, Höhen und Tiefen bewältigt, dem Regen getrotzt und sich heldenhaft bis zur nächsten Unterkunft durchgeschlagen hat, lernt seine Kinder noch einmal ganz neu kennen. Mehr Infos und Tipps zu ungewöhnlichen Urlaubsideen findest du im Online-Magazin Anderswo – Europa nachhaltig entdecken. www.wirsindanderswo.de


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