Die etwas andere Art zu reisen

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, beim Reisen und Urlauben auf soziale Verträglichkeit, Umweltschutz – und das besondere Erlebnis zu achten.

eine Kuh auf der Weide

Bild: Freesurf / Fotolia.com

Der Ausdruck „sanfter Tourismus“ hat sich in den 1980er Jahren als Gegenpol zum „harten Tourismus“, also dem Massentourismus, etabliert. Im Zentrum steht dabei, dass alternative Fremdenverkehrsangebote gefunden werden, bei denen umwelt- und sozialverträgliche Aspekte und Auswirkungen des Reisens oder Urlaubmachens mit ins Kalkül gezogen werden.

Sanfter oder nachhaltiger Tourismus will…

  1. so wenig wie möglich auf die Natur vor Ort einwirken und ihr schaden
  2. den Gästen ermöglichen, die Natur so nah, intensiv und ursprünglich wie nur möglich zu erleben
  3. dass die Reisenden sich der Kultur des Landes anpassen

Es gibt mittlerweile viele Reiseanbieter und Initiativen, die diese Form des grünen oder nachhaltigen Tourismus in die Praxis umsetzen.

Unter nachhaltigem Tourismus versteht man also laut offizieller Definition „die Erfüllung von sozialen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Verträglichkeitskriterien.“ Er ist langfristig angelegt, „in Bezug auf heutige wie zukünftige Generationen, ethisch und sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig“.

Weltweitwandern: Der Grazer Reiseveranstalter hat sich auf respektvolles Reisen mit Schwerpunkt auf Wandern in Europa, Afrika, Asien und Amerika spezialisiert. Das Unternehmen von Christian Hlade bietet seit heuer auch Familienreisen an. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass die Bedürfnisse Erwachsener wie jene von Kindern gleichermaßen angesprochen werden. www.weltweitwandern.at

OLIVA Garten- und Naturreisen: Ebenfalls ein Steirer Unternehmen, das faire und umweltbewusste Reisen anbietet, ganz im Sinne des ökologischen und ökonomischen Gleichgewichtes. Verkauft werden „grüne Reisen“ in die ganze Welt. Dabei steht für den Anbieter im Vordergrund, die Umwelt „so wenig wie möglich zu belasten“. www.olivareisen.at

One World: Unter dem Motto „Reisen mit Sinnen“ veranstaltet der deutsche Anbieter Erlebnisreisen nach Asien, Afrika und Europa. Es geht darum, „Besonderes bewusst und nachhaltig zu erleben“. www.reisenmitsinnen.de

FRIdA Frauen Reisen Individuell und Anders: Alleinreisenden Frauen, Freundinnen, Frauen mit Kindern, Frauen jeden Alters werden individuelle Reisen sowie Unterkünfte speziell für Frauen in Europa geboten. www.frida-frauenreisen.de

Plattform des Magazins Lebensart: www.nachhaltig-reisen.at für Reisen, Anbieter und Wissenswertes rund um sanften Tourismus.

WWoofen: Die Abkürzung WWWoof steht für World Wide Opportunities on Organic Farms. Diese Internet-Initiative bringt Menschen zusammen, die Reisen Arbeiten auf Bio-Bauernhöfen verbinden möchten. Im Gegenzug für vier bis fünf Stunden Arbeit täglich bekommen sie Kost und Logis gratis. WWoofen kann man mittlerweile auf allen Kontinenten, in Österreich gibt es 240 WWoof-Höfe. www.wwoofinternational.org oder www.wwoof.at

CouchSurfing versteht sich als Gastfreundschafts-Netzwerk im Internet. Über die Homepage www.couchsurfing.org können Gastgeber eine Schlafmöglichkeit in ihrer Wohnung gratis zur Verfügung stellen oder Reisende eine gratis Unterkunft finden. 2011 boten etwa 1 Million Mitglieder kostenlose Schlafplätze an. www.couchsurfing.org

Airbnb: Über die Internet-Plattform www.airbnb.at kann man Privatunterkünfte, sei es in Form von einem Zimmer, einer ganzen Wohnung oder einem Haus von anderen Nutzern online buchen. Derzeit ist es möglich, auf diese Art in 192 Ländern und 34.000 Städten in Privatunterkünften zu nächtigen, oft Insidertipps von Einheimischen inklusive.

Heim tauschen: Gerade für Familien ist das Haustauschen ein Geheimtipp. Über das Online-Netzwerk kann man Familien finden, die das Haus im Urlaub tauschen möchten. Während also beispielsweise die Familie aus Österreich im Haus einer Familie aus Schottland urlaubt – und nichts dafür bezahlt -, bewohnt zur selben Zeit die schottische Familie die Wohnung der Familie in Österreich, benutzt das Auto etc. Haus tauschen funktioniert nach vorher festgelegten Regeln, normalerweise jedoch ohne Bezahlung.
www.homeexchange.com oder www.intervac.at 

Lies dazu auch: Wenn der Jakobsweg ruft

Maria Zamut



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *