Ich mach‘ mir ein Natur-Tagebuch!

Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Ein Tagebuch führen, das kennst du ja, aber hast du schon einmal daran gedacht, ein Natur-Tagebuch zu führen? Du kannst dir nicht so ganz vorstellen, was das ist?  Dann lies einfach weiter! Im Gegensatz zum normalen Tagebuch wird ein Natur-Tagebuch speziell dafür genutzt, deine Beobachtungen und Gedanken über die Natur und in der Natur aufzuzeichnen, zu skizzieren, zu beschreiben, zu fotografieren. Dabei lernst du mehr über die Natur, aber auch über dich selbst. Überleg‘ dir vorher genau, welche Art von Naturtagebuch du gerne führen möchtest. Damit du ein Buch in der passenden Größe, zusammen mit allen Materialien, die du brauchst, bekommst. Hier sind einige Ideen, wie du dein Natur-Tagebuch führen kannst:
  • Trag‘ einfach alle deine Ausflüge in die Natur ein. Schreib‘ auf, was du siehst, fühlst und was dir auffällt. Du kannst auch Fotos hinzufügen.
  • Du kannst dich aber auch nur auf einen speziellen Platz konzentrieren, wie zum Beispiel einen Fluss, einen Park, deinen Garten - oder auf Lebewesen, wie Bäume, Bienen, Blumen.
  • Du kannst ein Natur-Tagebuch rund um einen bestimmten Ausflug aufzeichnen, eine Wanderung, einen Urlaub, ein Land, etc.
  • Vielleicht willst du nur die Veränderungen einer bestimmten Wiese im Laufe des Jahreszyklus dokumentieren.
Was du brauchst:
  • Robuste unlinierte Notizblöcke oder –bücher sind sehr gut geeignet, aber auch lose Blätter in einer Heftmappe. Da du viel damit unterwegs sein wirst, solltest du es mit einem eventuell selbstgestalteten Cover bzw. einer Plastikhülle schützen. Achte gut darauf, denn womöglich sind sogar deine Enkel noch Feuer und Flamme für deine Beobachtungen!
  • Ein Stift, Malkreiden, Buntstifte, Aquarell-Farben, Fotoecken, evtl. eine Heftmappe, eine Lupe, ein Fernglas, ein Fotoapparat, ein Kescher… – je nach deinen Bedürfnissen, der Größe deines Rucksacks und deinem Budget.
Wie du vorgehst:
  • Plane dir Zeit ein, für das Führen deines Natur-Tagebuches: Willst du nur am Wochenende rausgehen, nur während eines Camping-Ausflugs oder willst du jeden Tag echte Feldforschung betreiben?
  • Leg‘ dir dein Natur-Tagebuch irgendwo hin, wo du es siehst.
  • Beobachte die Natur um dich, geh‘ nach draußen, schau‘ dich um, sitz‘ still oder geh‘ gemächlich herum – sei einfach aufmerksam.
  • Schreib dort, wo du beobachtest.
  • Beginne jeden Eintrag mit Ort, Datum und Zeit. Wenn du es genauer haben willst, kannst du auch Wetterbesonderheiten notieren.
  • Mache Skizzen von Pflanzen, Tieren oder Vorfällen, die du beobachtest. Das Zeichnen hilft dir, dich stärker auf das Objekt zu konzentrieren, als du es sonst tun würdest. Zeichnen hilft dir dabei, besser zu beobachten – es muss nicht schön ausschauen.
  • Wenn du Fotos machst, lass genug Platz in deinen Aufzeichnungen zum Einkleben.
  • Finde deinen eigenen Stil: Manche schreiben ihre Einträge so, als würden sie einem Freund oder sich selbst einen Brief schreiben. Andere fügen Gedichte oder kleine Geschichten hinzu.
  • Schreibe alle Fragen in dein Natur-Tagebuch, die dir unterwegs durch den Kopf gehen. Du kannst sie später nachschlagen und Infos ergänzen.
Du wirst viel Spaß haben, wenn du später deine Einträge liest und außerdem ist es eine großartige Lernerfahrung! Du kannst das ganze Jahr über mit deinem Natur-Tagebuch beginnen, denn zu entdecken gibt es immer etwas – die Sommerferien bieten sich natürlich besonders dafür an! Ich wünsche dir viel Freude und tolle Erlebnisse in der Natur!

Daniela Christl



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