“Grünschnabels” Lieblingsbücher

Redakteurinnen stellen ihr persönlichen Lieblingsbücher vor:

Kirsten Commenda

Kirsten CommendaWas passiert, wenn ein rothaariges Burgfräulein mit einem sprechenden Hut auf dem Kopf rebellisch wird und auf die Hausarbeit pfeift? Wenn Ritter Rost und der verschnupfte Drache Koks zum ersten Mal in ihrem Leben selbst das Gefecht gegen Schmutz und Unordnung aufnehmen müssen? Richtig! Dann werden die Tomaten gebügelt, die Socken kommen in die Soße, und zum Essen wird Eis gebraten. Derweilen macht sich das schmutzige Geschirr selbstständig und marschiert in langen Reihen durch die Eiserne Burg. „Wir wollen nicht gewaschen sein“, protestiert es. „Schmutzig ist viel besser!“

Und das Burgfräulein Bö? Ja das….kommt vom Regen in die Traufe. Warum ist sie nur dem Prinzen von und zu Putz und Protz auf sein Schloss gefolgt? Was will Kehrlinde, Freifrau von Putz und Scheuermann und Mutter des Prinzen, von ihr? Und was hat es mit den 99 im Kellerverlies eingesperrten Burgfräuleins auf sich?

Wer’s wissen will, liest am besten selbst nach – oder besser: liest und hört nach! Denn zum Buch „Ritter Rost und Prinz Protz“ gehört auch eine CD mit Liedern, die genauso witzig und skurril sind wie die Geschichte selbst. Nur so viel sei verraten: Es gibt natürlich ein Happy End – für alle außer für Prinz Protz. Aber der hat’s schließlich nicht besser verdient.

Übrigens: Wenn du auf ausgefallene Kochrezepte stehst, kommst du bei Ritter Rost auch auf deine Kosten. Denn seine Oma verrät, wie man gebratene Topfdeckel mit Büroklammern, Fahrradspeiechen mit Zündkerzenpulver oder zerdepperte Blechbüchsen zubereitet. Mahlzeit!

Ritter Rost und Prinz Protz
Musical für Kinder
mit Musik-CD und Noten
terzio, € 19,95

 

Isabel Höglinger

isabel höglingerIch habe als Kind alle Geschichten über Pippi Langstrumpf geliebt. Glücklicherweise teilt unsere ganze Familie die Begeisterung noch heute.

Pippi ist einfach eine hinreissende Person. Sie ist zeitlos. Sie bleibt frech und trotzdem liebenswert über alle Generationen von Lesern.

Buchcover gezeichnet Pippi Langstrumpf

Bild: Oetinger Verlag

Sie ist in all ihren Streichen niemals böse, sie hat keine schlechten Absichten, sondern schenkt sogar noch den Dieben Donner Karlson und Blom, die gerade in ihr Haus eingebrochen sind, ein paar Goldstücke, weil sie ihr eigentlich leid tun.

Beneidet habe ich Pippi um ihren echt coolen Papa Kapitän Ephraim Langstrumpf, der immer lustig war und sich nie um die Erziehung seiner Tochter Sorgen gemacht hat.

Pippi hat immer wieder schräge Ideen, von denen man sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden könnte: Sachensuchen irgendwo, Geschenke in Bäume hängen, Polizisten auf ein Dach werfen oder mit dem Pferd in die Schule reiten.

Allein ihr leicht zu merkender Name Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraimstochter Langstrumpf läßt auf ein Mädchen schließen, das in kein Schema passt

Info: Pippi ist ein freches neunjähriges Mädchen aus Schweden. Sie hat viele Sommersprossen und rotes Haar, das zu zwei abstehenden Zöpfen geflochten ist. Ihr Pferd heißt Kleiner Onkel, mit ihm und dem Affen Herr Nilsson lebt sie allein in einem eigenen Haus, der Villa Kunterbunt, und ist sehr mutig. Auch ist Pippi das stärkste Mädchen auf der Welt. Ihr Vater ist Seefahrer und König einer Südseeinsel. Mit ihm bestreitet sie, wenn beide sich treffen, diverse Kraftproben. So stemmt sie zum Beispiel auf einer Feier ihr Pferd, auf dem ihre Freunde Tommy und Annika sitzen. Ein anderes Mal besiegt sie einen Ringer auf dem Jahrmarkt. Da ihr Vater fast niemals da ist, kann sie alles tun und lassen, was sie möchte.

Die schwedische Autorin Astrid Lindgren schrieb ab 1945 drei Romane: Pippi Langstrumpf, Pippi Langstrumpf geht an Bord, Pippi in Taka-Tuka-Land. Zahlreiche Buchverfilmungen sind entstanden. Eine richtige tolle Pippi-Fan-Seite betreibt „Efraims Tochter“.

 

Maria Zamut

Maria ZamutDer kleine Windelbär

Das Bilderbuch „Der kleine Windelbär“ ist momentan die bevorzugte Lektüre für meinen 2 3/4 Jahre alten Sohn Arian und mich. Das Buch handelt vom kleinen Bären, der nicht auf’s Töpfchen gehen will, obwohl ihn die dicke Windel beim Spielen oft stört, bis ihn eines Tages ein kleines Bärenmädchen besucht, das schon in den Kindergarten gehen darf, weil es keine Windel mehr braucht.

Die Geschichte unterhält Arian abends im Bett und es regt ihn zu immer neuen Fragen über das Leben ohne Windel an. Er findet es außerdem lustig, die drei grauen Mäuse zu finden, die auf jeder Buchseite vorkommen. Aus meiner Sicht ist es ein Buch, das genau jene Anforderungen erfüllt, die Eltern an Bücher für ihre Kinder in diesem Alter haben sollten: Die Kinder können schöne Bilder betrachten während sie der Geschichte lauschen, es animiert zu Gesprächen und es behandelt ein Thema, das Kinder (und Eltern) in dieser Entwicklungsphase beschäftigt.   

Belinda Kerstin M. Schuld: Der kleine Windelbär. Coppenrath Verlag. Münster, 2007. 

 

 

 

 

 

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *