Wo kommt unser Bio-Essen her?

Die Ferien eignen sich ideal, um die Fragen unserer Kinder, wie und wo unser Essen produziert wird, bei einem Besuch auf einem Bio-Bauernhof zu beantworten. Bio Austria Oberösterreich hat mit „Schau zum Bio-Bauernhof“ die interessantesten Angebote von Schaubauernhöfen in allen vier Vierteln übersichtlich zusammengetragen.

Bild: BlueOrange Studio/Fotolia.com

Wie wird Getreide geerntet und verarbeitet, wie viel Aufwand ist es, damit ein Liter Milch im Packerl landet? All diese Fragen kann man im Sommer beantworten, indem man mit den Kindern den Bio-Bauernhöfen im Land einen Besuch abstattet. Damit kann man dem Nachwuchs ein anschauliches Bild vermitteln, wie Bio-Lebensmittel aus der Region produziert werden.

Schau zum Bio-Bauernhof

Unter dem Motto „Schau zum Bio-Bauernhof“ will Bio Austria, der Verband der Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs, direkt vor Ort auf den Höfen konkret erfahrbar machen, wie Bio-Landwirtschaft funktioniert und wie Brot, Fleisch, Nudeln, Obst und Gemüse biologisch produziert und verarbeitet werden. Besuchern geben die Bäuerinnen und Bauern ihr Erfahrungswissen über ihre alltägliche Arbeit im Stall, auf den Feldern, in den Backstuben und bei der Verarbeitung ihrer Produkte weiter. Dabei bleibt es aber häufig nicht beim Erzählen und Schauen, Kinder können auch selbst mithelfen und ausprobieren.

Zeitreise im Hausruck

Wie aus Bio-Heu dann Bio-Milch wird, davon kann man sich beispielsweise bei Angelika und Johannes Strobl in Mondsee ein Bild machen. Auf dem reinen Grünlandbetrieb im Salzkammergut gilt es artenreiche Wiesen zu erwandern, Hecken und Wildblumenstreifen zu bestaunen. In die Vergangenheit der Landwirtschaft taucht man bei einer Zeitreise auf dem Biohof von Birgit und Ben Chalcraft in Neukirchen am Walde im Hausruckviertel ein. Hier erfährt man beispielsweise, welchen Nutzen Hecken und Kräutergärten für die Landwirtschaft haben und wozu ein Steinkreis und ein Erd-Labyrinth gut sind.

Bio-Obst wie Erdbeeren, Äpfel und Trauben wachsen auf dem Hof von den Peterseils in Luftenberg im Mühlviertel. Hier taucht man ein in die Königs-Disziplin des Bio-Erdbeer-Anbaus und erfährt, wie Bio-Äpfel ohne Chemie, nur mit Kompost und organischen Düngern gezogen werden. Je nach Jahreszeit können Kinder sich hier im Obstbaumschnitt versuchen, bei der Apfelernte selbst Hand anlegen oder beim Obstpressen zuschauen – und den leckeren Saft kosten.

Gemüsevielfalt in Allhaming

Wie funktioniert der Bio-Gemüseanbau? Darüber informieren Margit und Josef Mayr-Lamm am Bio-Gemüse-Vielfalts-Hof in Allhaming im Traunviertel. Hier gibt es außerdem Gemüseraritäten und vor allem eine unglaubliche Vielfalt an Paradeiser- und Paprikasorten zu entdecken. Außerdem: Wer will, kann bei den Mayr-Lamms auch gemeinsam Kochen – und Essen direkt im Gewächshaus zwischen Paprika und Tomaten.

Den Weg vom Bio-Getreide vom Feld zum Bio-Brot auf dem Tisch beschreitet man am Bio-Ackerbaubetrieb von Anna und Franz Pevny in Niederneukirchen im Traunviertel. Außerdem: Im Naturgartenprojekt „Lebensgarten“ werden kleine und große Besucher zurück zum Ursprung der „Lebens“-Mittel geführt.

Permakultur und Subsistenzwirtschaft

Wie man sich mit Permakultur selbst versorgen kann, führt Familie Erhart im Neumarkt im Mühlkreis vor. Bei einem Besuch erhält man Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge der Permakultur und kann sich ein Bild von der Pflanzenkläranlage, dem Kräuter- und Gemüsegarten machen. 

Für eine Bio-Bauernhof-Exkursion mit der ganzen Familie bitte telefonisch direkt auf dem Bauernhof anmelden. Die Preise für die Exkursionen bewegen sich zwischen 5 Euro pro Person bis hin zu einer Pauschale pro Besuch von 150 Euro.

Schau zum Bio-Bauernhof in Oberösterreich

Maria Zamut



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