Anpöbeln lassen oder kontern?

Die Phantasie mancher Mitmenschen unerschöpflich, wenn es darum geht, jemanden fertig zu machen.

Puzzleteil

Bild: Angela-Parszyk/pixelio.de

Ausgestattet mit einem ordentlichen Vorrat an Aggressionen suchen sie sich häufig die schwächste Person einer Gruppe und machen sie zum Opfer.
Der Begriff “Mobbing” oder “Mobben” kommt aus dem Englischen und bedeutet „anpöbeln, angreifen, bedrängen, über jemanden herfallen“.

Mobbing wird definiert als Psychoterror mit dem Ziel, Betroffene aus der entsprechenden Gruppe hinauszuekeln. Das geschieht durch regelmäßiges, wiederholtes und gezieltes Schikanieren, Quälen und seelisches Verletzen.
Typische Mobbinghandlungen sind Gewaltandrohung, soziale Isolation, die Verbreitung falscher Tatsachen oder ständige Kritik. Opfer kann man an vielen Orten werden: in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim und im Internet. Gemobbt zu werden, kann manchmal sehr lange dauern und schwere seelische Wunden hinterlassen. Da ein Mobbing-Opfer durch den Psychoterror sehr leidet und traumatisiert werden kann, ist es wichtig, schon gleich zu Beginn Maßnahmen zu setzen. Wer sich von Anfang wehrt, kann eine endlose Leidensprozedur verhindern.

Was tun bei Verdacht?

Strichmännchen

Bild: Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Wenn du den Verdacht hast, dein Kind könnte gemobbt werden, solltest du als erstes dem Kind vermitteln, dass es sich auf deine volle Unterstützung verlassen kann. Erst mit dieser Sicherheit kann dein Kind aus der Opferrolle herauskommen und wieder selbstbewusst werden. Du solltest umgehend Kontakt mit der Schule aufnehmen. Gemeinsam mit den verantwortlichen LehrerInnen kannst du dann eine Strategie entwickeln, wie ihr am besten mit Mobbing umgeht.

Deutliches Signal gegen Mobbing

Als Signal an andere sollte die Schule deutlich machen, dass Mobbing nicht geduldet wird. Mobbingbeauftragte und Präventivmaßnahmen wie Vorträge bei Elternabenden oder Workshops für SchülerInnen können bereits im Vorfeld Aufklärungsarbeit leisten. Sehr gute Beratung für Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen im Umgang mit den neuen Medien bietet
Click & Check, ein Projekt des Landespolizeikommandos OÖ in Kooperation mit dem Land OÖ, dem Landesschulrat OÖ und SZENE1

Mobbing am Arbeitsplatz
Wenn du am Arbeitsplatz gemobbt wirst, solltest du ebenfalls so rasch wie möglich Gegenmaßnahmen ergreifen. Betriebsrat, Mobbingbeauftragte und ExpertInnen von Beratungsstellen stehen hilfreich zur Seite. Leider enden Mobbingkonflikte am Arbeitsplatz häufig damit, dass das Mobbingopfer krank wird, kündigt und der/die MobbingtäterIn ungestraft bleibt. Das hängt oft auch mit der Unsicherheit von Vorgesetzten zusammen, die beim Lösen psychologischer Probleme ihrer MitarbeiterInnen überfordert sind.

Facebook & Co.
Ein junges, dafür umso effektiveres Betätigungsfeld für MobberInnen sind Internet und Handy. Hier ist der Schaden für die Opfer oft besonders groß, weil das „Publikum“ größer ist und weil die Daten, die dabei entstehen, nicht gelöscht werden können. Besonders gemeine Ausformungen des Cyber-Mobbings sind „Happy Slapping“, das Filmen und Verbreiten von Übergriffen, sowie generell das Verbreiten von unerwünschten SMS und Fotos. Die TäterInnen wähnen sich hier in sicherer Anonymität, jedoch gibt es Möglichkeiten, strafbare Handlungen zu verfolgen.
Tipps für den sicheren Umgang mit Internet und Handy

 

Die wichtigsten mobbing- und gewaltpräventiven Angebote in Oberösterreich.

Speziell für Kinder und Jugendliche:

Speziell für Schulen:

Speziell für Eltern:

Sonstige Beratungsstellen:



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