Binationale Paare: andere Kulturen – gleiche Probleme?

Nationen und Kulturen begegnen sich. (Foto: S. Hofschläger/pixelio.de)

Nationen und Kulturen begegnen sich. Bei Beziehungsproblemen und -fragen hilft migrare.(Foto: S. Hofschläger/pixelio.de)

Auch bei binationalen Paaren kann es Beziehungsprobleme geben. „Allerdings unterscheiden sie sich darin kaum von gleich-kulturellen Paaren“, sagt Murat Özbilgin, psychosozialer Berater bei migrare, dem Zentrum für MigrantInnen in Oberösterreich. Unterschiedlich sind hingegen die Rahmenbedingungen. Die meisten hilfesuchenden binationalen Paare kommen deshalb bei migrare erst einmal zur Rechts- und Sozialberatung. Dort geht es z.B. um Fragen zu Aufenthaltsrecht, Familienzusammenführung oder Heirat – oder auch um Trennung und Scheidung. Gerade bei Nicht-Eu-BürgerInnen kann dies Konsequenzen für das Aufenthaltsrecht bedeuten. Aber auch Fragen zu Themen, die ÖsterreicherInnen ganz selbstverständlich wissen oder klären können, haben dort Platz - etwa im Fall einer Schwangerschaft, zum Mutter-Kind-Pass, bei Antragstellungen oder Behördengängen. Wenn außer sachlichen rechtlichen und sozialen Informationen auch psychische Unterstützung notwendig ist, kommen die Paare zu Murat Özbilgin und seinen KollegInnen. Die psychosoziale Beratung ist kostenlos und wird in Linz und Wels in verschiedenen Sprachen angeboten, z.B. türkisch, serbisch-bosnisch-kroatisch oder arabisch. Bei Partnerschaftskonflikten hört Murat Özbilgin hier die typischen gegenseitigen Anschuldigungen (in seinem Fall auf Deutsch und Türkisch). „Kulturelle Unterschiede sind dabei nicht das Thema“, sagt er.
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Murat Özbilgin berät binationale Paare bei migrare. (Foto: migrare)

Auch zu einer anderen Anlaufstelle bei migrare kommen oft binationale Paare. Sie nennt sich AST und bietet für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen kostenlose mehrsprachige Information und Beratung im gesamten Anerkennungs- bzw. Bewerbungsverfahren. In diesem Fall ist also nicht die Beziehung das Thema, sondern das berufliche Fortkommen eines Partners bzw. einer Partnerin. Vermutlich ist aber auch das eine Voraussetzung für eine gelingende binationale Partnerschaft. Alles weitere über das Angebot von migrare unter www.migrare.at


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