Zahlen und Fakten zum Thema Sucht

Sucht hat viele Gesichter.

Neben der Abhängigkeit von Substanzen gibt es auch Verhaltensabhängigkeiten, die als Süchte eingeordnet werden können. Hier findest du die wichtigsten Fakten zum Thema Sucht. 

Jugendlicher mit einer Bierflache sitzt auf der Strasse

Bild: Markus Bormann/pixelio.de

Alkohol ist, gemessen an den Folgen (Gesundheit, Gewalt, Verkehr), noch immer die Droge Nummer 1. Der durchschnittliche Österreicher zwischen 15 und 99 Jahren trinkt jährlich 12,6 Liter reinen Alkohol – das entspricht in etwa 250 l Bier oder 125 l Wein. Rund 95% der 15-jährigen SchülerInnen haben bereits Erfahrung mit Alkohol, knapp ein Drittel war innerhalb des vergangenen Monats mindestens einmal betrunken. Der Begriff des „Komasaufens“ hat sich für exzessiven Alkoholkonsum eingebürgert.  

Beim Rauchen liegt Österreich im europaweiten Ranking der 15-Jährigen an zweiter Stelle. 28% der Mädchen und 32% der Burschen in Österreich beginnen bereits im Alter von 13 bis 14 Jahren zu rauchen.  

Die „legalen“ Drogen Alkohol und Nikotin liegen, was die Kosten für unser Gesundheitssystem betrifft, klar in Führung. Dennoch sind es vor allem illegale Substanzen, die Eltern Sorge bereiten. Rund 30% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren haben Erfahrungen mit Cannabis, etwa 8% der Jugendlichen mit Ecstasy. Die Unterscheidung zwischen „weichen“ und „harten“ Drogen ist übrigens zu hinterfragen. Alkohol zum Beispiel hat ein höheres Schadenspotenzial als Heroin und Kokain. Schnüffelstoffe (Farben, Kleber,…) sind vor allem bei jüngeren Jugendlichen ein Thema. Auch die Gefahr einer Medikamentenabhängigkeit sollte nicht unterschätzt werden.

Sucht ohne Droge
Abhängigkeit gibt es nicht nur von Substanzen, sondern auch von bestimmten Verhaltensweisen. Bei Kindern und Jugendlichen sind es in erster Linie Ess-, Spiel-, Internet-, Fernseh- und Konsumverhalten, die Suchtpotenzial bergen. 

Fernsehsüchtig?
Durchschnittlich 80 Minuten sitzen die Drei- bis Fünfjährigen und durchschnittlich 180 Minuten die Elf- bis Fünfzehnjährigen täglich vor dem Fernseher. Besonders alarmierend ist die Zunahme von schweren Essstörungen. Magersucht hat die höchste Sterblichkeitsrate aller psychiatrischen Erkrankungen bei pubertierenden Mädchen. Aber auch immer mehr Burschen und junge Männer sind betroffen! 

Sucht entsteht nicht von heute auf morgen
Ein Grundstein für Risiko-, aber auch für Schutzfaktoren wird in der frühen Kindheit gelegt. Ob Suchtverhalten entsteht, hängt weniger von der Verfügbarkeit von Drogen ab, als von persönlichen Stärken und Schwächen – und natürlich vom sozialen Umfeld.

Was können Eltern tun, um ihre Kinder vor Sucht zu schützen?

Woran merke ich, dass mein Kind süchtig ist?



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