Jugendzentren: Freiraum im Alltag

Was haben „Kulturbox“, „Baustelle“ und „Treffpunkt Downtown“ gemeinsam?

Gruppe Jugendlicher

Bild: toolklickit - Fotolia.com

Es sind Bezeichnungen für Jugendtreffs in Linz, die wohl die Jugendlichen selbst bestimmt haben. Aus den Namen spricht der Wunsch nach Abgrenzung zu der Welt der Erwachsenen. Ein eigener Ort, wo man seine FreundInnen trifft, wo man sich so geben kann, wie man sich fühlt und wo man Freizeitangebote in Anspruch nehmen kann, die sonst nur schlecht erreichbar wären.

Nicht nur abhängen
Wenn Kinder aus dem Alter raus sind, wo sie „zum Spielen“ rausgehen, brauchen sie einen anderen Ort, an dem sie alters- und zielgruppengerecht ihre Zeit verbringen können. Im Idealfall hängen sie dort nicht nur ab (obwohl auch das seine Berechtigung hat), sondern werden in ihrer geistigen Entwicklung angeregt und gefördert. Im Idealfall gestalten die Jugendlichen ihren Treffpunkt selbst und nutzen ihn ohne erhobenen „pädagogischen Zeigefinger“. Im Idealfall wird das Jugendzentrum von einer gut ausgebildeten Person geleitet, die gleichermaßen respektiert wie gemocht wird.

Typische Arbeitsschwerpunkte und die damit verbundenen sozialpädagogischen Konzepte sind häufig eine Kombination aus mehreren der folgenden Ansätze:

  • Prävention und Freizeitpädagogik: Alternativen zu „Herumhängen“ und Langeweile durch attraktive Programme (z. B. Discos, Ferienprogramme, Kinder- und Jugendfreizeiten, Gruppenangebote) sowie durch unverbindliche Treffmöglichkeiten im Cafébetrieb mit Spielmöglichkeiten (typisch sind Wuzzeltisch, Tischtennis, Billard und Spieleverleih an der Theke)
  • Beratung und Einzelfallhilfe: in schwierigen Lebenslagen und bei jugendtypischen Problemen (z. B. Übergang Schule-Beruf, Eltern, Drogen, Liebe und Sex, Rechtsfragen)
  • Kultur und Subkultur: Realisation jugendkultureller Veranstaltungen (z. B. Konzerte, Musikfestivals, Jugendtheater)
  • Bildung: Seminare und Workshops zu jugendrelevanten Themen (z. B. Gruppenleiterschulung, Bewerbungstraining, Selbstverteidigungskurs, Internet-Seminar)
  • Partizipation: Teilhabe, Mitgestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten bei Programmen und Projekten, in Teams und Arbeitsgruppen (z. B. Caféteam, Discoteam, Konzert-Arbeitsgruppe) sowie eventuell in Gremien oder dem Jugendzentrumsverein
  • Party-zipation: Räume und Freiräume für Jugendliche und junge Erwachsene, (z. B. Vermietungen und private Raumnutzungen außerhalb der Öffnungszeiten, Raumvergabe an verschiedene Nutzergruppen, Proberäume für lokale Schülerbands)
  • Gemeinwesenorientierung und Vernetzung: Kooperation mit Schulen, Verbänden, Institutionen und Initiativen vor Ort bei Jugendthemen, Service und Verleih von Spielgeräten oder Veranstaltungstechnik für Jugend- und Kulturveranstaltungen
  • Medienpädagogische Projekte: Einführung und Schulung der Jugendlichen in den Umgang mit den zukunftsweisenden neuen Medien (Filmprojekte, Internet, Homepagedesign, etc.
    Quelle: Wikipedia Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

Mobiles Jugendzentrum in Wohnwagen

Bild: www.mobilejuz.at

 

 

Mobiles Jugendzentrum

Für Gegenden, in denen es keine festen Jugendzentren gibt,
ietet das Land Oberösterreich ein mobiles Jugendzentrum
in Form eines Busses an. Dieser ermöglicht Jugendlichen,
die ansonsten zu weit abgelegen wohnen,
einen Zugang zu Freizeitaktivitäten.   

 

 

 

 

Der Verein Jugend und Freizeit der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich betreibt 14 Jugendzentren.
Darüber hinaus gibt es auch Jugendzentren von politischen Parteien und kirchlichen Institutionen.

Hier findest du alle Jugendzentren der Stadt Linz

 

Ein Beispiel:
Das Jugendzentrum “Ann und Pat”
in Linz, Lederergasse 7:
Im ersten Stock befindet sich das Ann and Pat Café. Es ist einfach ein Raum, um zu sein, wo nichts konsumiert werden muss, außer man will.
Es gibt Spiele, Zeitschriften, Klatsch & Tratsch, Sofas zum Ausspannen, günstige Getränke, Snacks und Gutsis, freien Internetzugang und jede Menge Musik.
Ein Highlight im Café ist der heißumkämpfte Wuzzeltisch.
Am Wochenende veranstalten wir Konzerte, Auflegereien, Feste, live & unplugged Sessions… alles was gut und laut ist. Und für alle die noch nie auf einer Bühne standen, gibt es das “very first time festival”. Obendrein gibt´s tolle, spannende, lustige, interessante Projekte und Workshops im Ann and Pat.
We are looking forward to see you!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *